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Rajasthan –   das mystische Wüstenland der Maharadschas

Beste Reisezeit für Rajasthan | Rajasthan in Kürze | Völker und Religionen | Nahrung | Tier- und Pflanzenwelt | Nationalparks und Naturreservate | Bergwelt und Trekking | Geschichte | Wirtschaft | Festtagskalender

Indiens zweitgrößter Bundesstaat Rajasthan mit seinen faszinierenden Wüstengebieten, den zahlreichen imposanten Forts, prunkvollen Palästen und malerischen Märkten präsentiert bis heute das Bild des legendären historischen Indiens der frühen Fürsten, der Maharadschas. Im Nordwesten Indiens gelegen grenzt das Land an Pakistan und teilt sich inländische Grenzen mit Gujarat, Madhya Pradesh, Uttar Pradesh, Haryana und Punjab. Fast 70 Millionen Einwohner leben heute auf dem rund 340.000 km² großen Gebiet der ehemaligen Fürstenstaaten und gestalten in ihrer traditionell bunten Kleidung den quirligen Alltag der größeren Städte, erzeugen das Bild, das dank diverser Film- und Fernsehproduktionen der letzten Jahrzehnte im Westen oft als „typisch indisch“ angesehen wird. Tatsächlich gilt Rajasthan unter Indern aber sogar als exotische Gegend, denn die hiesige Wüstenlandschaft und die darin entstandene Kultur sind eher ungewöhnlich und stellen einen Eckpunkt des Kontrastreichtums des indischen Subkontinents dar. Die Landschaft und damit einhergehend selbstverständlich auch Flora und Fauna unterscheiden sich stark von der des nordöstlichen Indiens und der Himalayas. Im Osten und Südosten des Bundesstaats liegen fruchtbare Ebenen in denen die Bevölkerung traditionell Landwirtschaft betreibt und Getreide, Hülsenfrüchte und Baumwolle anbaut. Der Nordwesten aber wird dominiert durch die Wüste Thar, in der Viehzüchter ihre Herden von Oase zu Oase treiben und Schafe, Ziegen und Kamele züchten. Viele der Städte die rund um die Oasen entstanden sind, präsentieren sich den Heranreisenden zunächst mit dem Blick auf die sandfarbene Front einer gewaltigen Festung, bevor man sich an Havelis - den palastähnlichen Wohnhäusern früher orientalischer Kaufleute - vorbei seinen Weg in den Stadtkern mit pulsierendem Marktplatz und prächtigem Maharadschapalast wie aus 1001 Nacht gebahnt hat.

Neben allem historischen und modernen Prunk zeigt sich vor allem in den Randzonen der Städte auch der Kontrast des sehr armen Indiens, denn die Abkehr von den traditionellen Bewässerungssystemen hat in den vergangenen Jahrzehnten zu häufiger Wasserknappheit und damit einhergehender Verarmung der bäuerlichen Bevölkerung geführt. Zum Glück fruchten inzwischen die Bemühungen vieler Umwelt- und Hilfsorganisationen, die dank der Wiederentdeckung der Johads (kleiner Teiche) die Wassermengen des Monsuns speichern und einen Wiederanstieg des Grundwasserspiegels ermöglicht haben.

Wir laden Sie ein, mit uns die Brücke nach Rajasthan zu beschreiten und in die Welt der Maharadschas einzutauchen. Besuchen Sie mit uns historische Paläste und Havelis, spüren Sie den quirligen Puls der Märkte oder durchqueren Sie die Wüste Thar während eines mehrtägigen, märchenhaften Kamel-Trekkings. Das mystische Rajasthan zeigt einen Pol der kontrastreichen indischen Kultur, ohne den das Bild dieses faszinierenden Kontinents nicht vollständig ist.

Beste Reisezeit für Rajasthan

Von Oktober bis März herrscht ein gemäßigtes, trockenes Klima: dies ist die ideale Reisezeit für Rajasthan. Die Monate April bis September sind sehr heiß mit Tageswerten weit jenseits der 30 °C, der Juli und August außerdem die niederschlagreichsten Monate mit durchschnittlich acht Regentagen und entsprechender Luftfeuchtigkeit. Im Dezember und Januar können die Temperaturen nachts bis auf unter 8° C zurückgehen, entsprechend wärmende Kleidung ist empfohlen.

Rajasthan in Kürze

Lage Im Nordwesten Indiens mit Grenzen an die Bundesstaaten Gujarat, Madhya Pradesh, Uttar Pradesh, Haryana und Punjab sowie zu Pakistan.
Fläche 342.239 km²
Bevölkerung 68.548.437/ 200 pro km² (2011)
Hauptstadt Jaipur
Distrikte 33: Ajmer, Alwar, Banswara, Baran, Barmer, Bharatpur, Bhilwara, Bikaner, Bundi, Chittorgarh, Churu, Dausa, Dholpur, Dungarpur, Ganganagar, Hanumangarh, Jaipur, Jaisalmer, Jalor, Jhalawar, Jhunjhunun, Jodhpur, Karauli, Kota, Nagaur, Pali, Pratapgarh, Rajsamand, Sawai Madhopur, Sikar, Sirohi, Tonk, Udaipur.
Topografie Im Nordwesten die Wüste Thar. Von Südwesten nach Nordosten zieht sich das Aravelligebirge quer durchs Land (höchster Gipfel ist der Guru Sikhar mit 1720 m). Im Osten und Südosten fruchtbare Ebenen welche südöstlich in das Hochland von Dekkan (max. 1300 m ü. NHN) übergehen.
Vegetation Im Nordwesten spärliche Wüstenvegetation mit wenigen Sträuchern und Gräsern, laubabwerfende Dornwälder im Aravelligebirge. Auf der anderen Seite dieser Wasserscheide dann üppigere, subtropische Vegetation mit Rhododendronwäldern voller Orchideen; verbreitet landwirtschaftliche Nutzung der ebenen Flächen.
Tierwelt Insbesondere im südöstlichen Landesteil leben bengalische Tiger und Leoparden sowie andere geschützte Tierarten (Lippenbär, Goldschakal, Honigdachs, kleiner Mungo, verschiedene Gazellen und Antilopenarten u. v. m.) vor allem in den Nationalparks. Hier ist auch die Vogelvielfalt bemerkenswert, von der Wanderbaumelster Dendrocitta vagabunda über den bunten Braunliest Halcyon smyrnensis bis hin zu Raubvögeln wie Brahmakauz Halcyon smyrnensis und Gleitaar Elanus caeruleus finden sich unzählige Arten, die Ornithologen begeistern werden.
Klima Rajasthan ist ein sehr trockenes Bundesland, das nur wenig vom Monsun profitiert. Das Aravelligebirge, welches sich von Südwesten nach Nordosten durchs ganze Land zieht, fungiert als Wasserscheide und ist maßgeblich für die Entstehung der Sandwüste Thar im Nordwesten verantwortlich.
Temperatur Beispiel Jodhpur: Jahrestiefstwerte im Dezember und Januar mit 8 °C nachts und 21-23 °C tagsüber, fließend Anstieg auf die Höchstwerte in den Monaten Mai bis Juli mit Nachttemperaturen von durchschnittlich 27 °C und Tageshöchstwerten bis 48 °C.
Niederschlag Sehr wenig Niederschlag, weniger als 500 mm im ganzen Jahr. Davon entfallen 80 % auf die Monsun-Monate Juni, Juli und August.
Sprachen Hindi (Rajasthani mit verschiedenen Dialekten), Bhili, Panjabi, Urdu, Englisch
Ethnien Hauptsächlich Hindus (mind. 85 %) verschiedener Kasten und eine Minderheit von Stammesvölkern (Adivasi), etwa 6% Mina und 6% Bhil.
Religionen 88,5 % Hindus, 8,5 % Muslime, 1,5 % Sikhs, 1,2 % Jainas.
Wirtschaft Die Wirtschaft Rajasthans fußt hauptsächlich auf dem Anbau von Weizen, Gerste, Hirse, Mais, Baumwolle und Hülsenfrüchten sowie der Viehzucht mit Schafen, Ziegen und Kamelen. Entsprechend gibt es weiterverarbeitende Industrie für die Baum- und Schafwolle wie zum Beispiel Teppichwebereien. Das Aravelligebirge ist relativ reich an Bodenschätzen, hier werden Blei, Zink, Glimmer, Gips und Marmor abgebaut.
Anreise  
Visa / Einreisebewilligung Für die Einreise nach Indien werden der mindestens noch sechs Monate gültige Reisepass sowie ein Visum benötig.
Impfungen Neben den Standard-Impfungen wird Impfschutz gegen Hepatitis, Typhus, Tollwut, Meningokokken Meningitis und japanische Enzephalitis empfohlen.

 

Völker und Religionen

Neben den Urvölkern der Adivasi, welche vor allem aus dem Volk der Mina und der Bhil bestehen, rund 14 % der Gesamtbevölkerung ausmachen und hauptsächlich im Aravelligebirge siedeln, leben in Rajasthan bereits seit Beginn der Geschichtsschreibung Hindus verschiedener Kasten. Entsprechend ist der Hinduismus auch die Religion mit den meisten Anhängern, fast 90 % der Bevölkerung bezeichnen sich als Gläubige. Etwa 8,5 % der Einwohner Rajasthans sind Muslime, vor allem im Grenzgebiet zu Pakistan ist der Islam verbreitet. Außerdem gibt es etwa 1,5 % Sikhs und knapp über ein Prozent Anhänger des Jainismus, einer Religion die ebenfalls bereits vor Christus gegründet wurde und die gemeinsame Wurzeln mit dem Buddhismus und dem Hinduismus aufweist.

Nahrung

Die historische Küche Rajasthans musste nicht nur dem feinen Geschmack der Fürsten genügen, sondern auch haltbar und nach Möglichkeit transportabel und kalt zu essen sein, denn die Oberhäupter der Stämme befanden sich häufig im Krieg. Außerdem waren die Rezepte der saisonalen Schwankung in der Verfügbarkeit frischer Lebensmittel unterworfen, auf das kostbare Wasser musste im Zubereitungsprozess teilweise verzichtet werden können. Entstanden sind einzigartige Rezepte, die als Ersatz für Knoblauch zum Beispiel Asant enthalten oder Tomaten mit  Mangopuder tauschen. Die heutige Küche Rajasthans ist natürlich der des restlichen Indien größtenteils angeglichen. Dhal, der Brei/Eintopf aus Linsen oder anderen Hülsenfrüchten ist weit verbreitet und wird von einer Vielfalt an Currygerichten ergänzt. Auch westliche Küche hat insbesondere in den touristischen Zentren und Hotels Einzug gehalten. Eine Empfehlung ist in jedem Fall, die Süßspeise „Lapsi“ zu probieren, die aus gesüßtem Weizen zubereitet wird. Ansonsten gilt – wie überall in Indien – kein ungeschältes bzw. ungekochtes Obst und Gemüse zu verzehren und auf den persönlich verträglichen Schärfegrad der Speisen zu achten, Chilis werden in der traditionellen Küche gern reichlich verwendet.

Tier- und Pflanzenwelt

Da Rajasthan sich über zwei sehr unterschiedliche Vegetationszonen erstreckt, sind auch Flora und Fauna von großer Bandbreite. In der Sandwüste Thar im Nordwesten des Landes findet sich, angepasst an die Trockenheit der Region, nur spärliche Vegetation; vor allem Gräser, dornige Sträucher und wenige Palmen gedeihen hier. Die Tierwelt bietet dennoch einen erstaunlichen Artenreichtum, insbesondere Insekten beweisen herausragende Anpassungsfähigkeit. Aber auch die Säugetiere sind mit verschiedenen Arten vertreten: Goldschakal, Bengaltiger und indischer Leopard machen Jagd auf verschiedene Antilopenarten – aber auch auf die Ziegen, die dem Schutz ihres Hirten und der Herde entwischt sind. Außerdem gibt es hier eine recht große Anzahl an Kamelen, von denen allerdings nur wenige wild leben. An Vogelarten ist vor allem der Jungfernkranich Anthropoides virgo herausragend zu nennen, der in den Wintermonaten hier wärmende Zuflucht sucht. Südöstlich des Aravelligebirges profitiert Rajasthan von deutlich höheren Niederschlägen und die Tier- und Pflanzenvielfalt wird üppiger. Typische, halbimmergrüne Wälder aus Rhododendren, Banyan- und Saalbäumen bedecken Hügel und Täler und bieten Lebensraum für unzählige Vogelarten. Besonders Spechte (wunderschön der Orangespecht Dinopium benghalense) und Sittiche erfüllen das Land mit ihren Stimmen, allgegenwärtig auch der Anblick von oftmals handzahmen Pfauen. Nachts übernehmen verschiedene Eulenarten die stille Herrschaft über die Lüfte. Auch hier findet der Königstiger Rückzugsgebiete, jagen Leopard und Schakal schwarze Antilopen Antilope cervicapra oder Affen - aber auch so mancher streunende Hund landet auf ihrem Speiseplan.

Nationalparks und Naturreservate

Die Nationalparks Rajasthans wurden ursprünglich fast alle als Reservate zum Schutz des bengalischen Tigers eingerichtet und haben ihren Zweck zum Glück auch gelungen erfüllt: die Populationen des Königstigers haben sich in den letzten Jahren erholt und konnten teilweise sogar vergrößert werden. Nichtsdestotrotz überlebt der Tiger ausschließlich in den Schutzgebieten. Vor allem der Ranthambhore Nationalpark in den östlichen Ausläufern des Aravelligebirges ist einen Besuch wert und bietet neben einer verhältnismäßig hohen Wahrscheinlichkeit von Tigersichtungen die Chance darauf, einen Goldschakal Canis aureus, indischen Leoparden oder die nur hier lebende Großkatze „Karakal“ Caracal caracal zu Gesicht zu bekommen. Ohne Schwierigkeiten dürfte dies bei den häufig vorkommenden Lemuren geschehen, deren Geschrei die Affenhorden bereits aus großer Entfernung ankündigt. Krokodile oder den Lippenbär Melursus ursinus findet man ebenfalls hier, wie auch im weniger großen, aber dennoch reizvollen Schutzgebiet Darrah. In diesem dicht bewaldeten, etwa 250 km² großen Nationalpark finden sich außerdem Leoparden und Chinkaras, eine Gazellenart die nur in Indien vorkommt. Das Mount Abu Wildreservat ist ein relativ junges Schutzgebiet, das dennoch eine der ursprünglichsten Landschaften des Aravelligebirges bewahrt und nahezu vollkommen frei von Spuren menschlicher Zivilisation ist. Es erstreckt sich bis auf 1722 m, hinauf zum höchsten Gipfel des Landes, dem Guru Sikhar. Die Fauna der Wüste Thar wird im Desert Nationalpark geschützt, der zu 20 % aus Sanddünen besteht, ansonsten aus Gebieten mit Felsgestein, Salzseen und überwachsenen Dünen besteht und für dessen Betreten eine gesonderte Genehmigung einzuholen ist. Wüstenfuchs und Wüstenkatze sind die besonderen Bewohner dieses Schutzgebiets, ansonsten kommen vor allem Ornithologie-Begeisterte beim Anblick der Vielzahl an Vogelarten auf ihre Kosten. Vom Nationalvogel Rajasthans, der Hindutrappe Ardeotis nigriceps über verschiedene Arten von Spinten (vor allem der Blauschwanzspint Merops philippinus und der Smaragdspint Merops orientalis) bis zum Jungfernkranich geben sich hier unzählige Vogelarten ein Stelldichein und erfüllen die Luft mit ihren Rufen.

Bergwelt und Trekking

Auch die Bergwelt von Rajasthan ist einzigartig, bildet sie doch den Übergang von einer extrem trockenen Sandwüste zu einem fruchtbaren, ebenen Gebiet. Das Aravelligebirge, welches sich von Südwesten nach Nordosten durch Rajasthan zieht, erreicht mit dem Gipfel  Guru Sikhar eine maximale Höhe von 1720 m ü. NHN und besticht mit seiner beeindruckenden Pflanzen- und Tierwelt.

Physische Herausforderung Bezeichnung und Gebiet des Treks Maximale Höhe Dauer Art der Unterbringung Hinweise/Beschreibung
einfach Aravali Trekking 1400 Meter 5 Tage Zelt, Privathaus, Waldhütte Ein Treck entlang des längsten, westindischen Gebirgszuges, durch Stammesdörfer und vorbei an den Zelten der Hirten. Genießen Sie vom Sumer-Tal bis zum beeindruckenden Kumbhalgarh Fort die lokale Kultur, Flora und Fauna des Aravelligebirges.Beste Reisezeit: November bis Februar.
einfach Rajasthan Pferde Safari & Trekking 1400 Meter 6 Tage Zelt, Privathaus, Waldhütte Eine einzigartige Kombination von Pferdesafari und Trekking zu den abgelegenen Dörfern des einstigen Fürstenstaats Marwar. In Dhamil, einem ursprünglichen Bauerndorf, starten Sie auf dem Rücken eines Marwari-Pferdes, um nach zwei Tagen zu Fuß weiter durch die Wälder des Aravelligebirges zu streifen und den Treck am beeindruckenden Kumbhalgarh Fort zu beschließen.Beste Reisezeit: November bis Februar.
einfach Wüste Thar Camel Trek 750 Meter 5 Tage Zelt & Waldhütte Auf dem Rücken eines Kamels durchqueren Sie die belebte Wüste Thar mit ihren scheinbar endlosen Sanddünen. Das Kaleidoskop der lebendigen Kultur der Wüste und eines erstaunlichen Ökosystems machen diesen Treck von der Wüstenstadt Bikaner bis in den Ort Khichan, in dem in den Wintermonaten in großer Zahl Jungfernkraniche eintreffen, unvergesslich.Beste Reisezeit: November bis Februar.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Bundeslandes Rajasthan bestand historisch betrachtet bis zum Beginn der britischen Besatzung aus einzelnen Fürstenstaaten, die über Jahrhunderte nebeneinander existierten. Als eine friedliche Gemeinschaft konnte man diese Fürstenstaaten nicht bezeichnen, denn auch wenn sich einige Herrscher miteinander verbündeten und diese Bündnisse durch Heirat zu stärken versuchten, kam es immer wieder zu Grenz- und Erbstreitigkeiten. In größere, auf weite Teile der Region übergreifende Konflikte waren die Fürsten allerdings nicht verwickelt. Mit dem Einzug der Briten ins heutige Indien im 19. Jahrhundert wurden die Fürstenstaaten zunächst nach und nach unter gemeinsame Verwaltung gestellt und schließlich im Bundesland Rajasthan aufgelöst.

Wirtschaft

Die Wirtschaft Rajasthans hat deutlich unter der zunehmenden Trockenheit des Landes gelitten, ist erst dank der Bemühungen von Umweltorganisationen die zu einem neuen Anstieg des Grundwasserspiegels geführt haben, wieder ein wenig im Aufschwung begriffen. In der Hauptsache stützt sich die Wirtschaft noch immer auf den landwirtschaftlichen Sektor. Auf den fruchtbaren Böden im Südosten werden Gerste, Mais, Hirse, Weizen, Hülsenfrüchte und Baumwolle angebaut, die größtenteils für die Ernährung der eigenen Bevölkerung benötigt werden. Die Baumwolle, als auch die Erträge der Viehhirten, welche auch in den trockeneren Gebieten bis in die Wüste Thar hinein ihren Lebensunterhalt bestreiten, fließen in Richtung der inländischen Wollindustrie bzw. zu den Teppichwebereien, die ein weiteres wirtschaftliches Standbein darstellen. Im Aravelligebirge gibt es Aktivitäten durch den Abbau von Marmor, Gips, Glimmer sowie Blei- und Zink-Erzen.

Festtagskalender

Auch in Rajasthan richten sich die Termine für Feste und Feiertage nach dem Mondkalender, sodass sie jährlich an unterschiedlichen Kalenderdaten stattfinden. Grundsätzlich werden in Rajasthan vor allem die hinduistischen Feste zu Ehren der Götter gefeiert, aber auch regional einzigartige Feierlichkeiten vermitteln ein wunderbares Bild der bunten Kultur. Hier ist sicherlich das „Desert Festival“ in der Wüste Thar zu nennen, welches im Januar oder Februar über drei Tage veranstaltet wird. In bunten, traditionellen Kostümen werden folkloristische Gesänge und Tänze präsentiert und die Männer konkurrieren beim Wettbewerb um den schönsten Schnurrbart oder den besonders kunstvoll gewickelten Turban. Auch das Kamelfestival in Bikaner ist typisch für Rajasthan, wird mit einer Parade farbenfroh geschmückter Kamele eröffnet und dient von alters her dem Wettstreit zwischen den Kameltreibern der Wüstenstämme. Heute selbstverständlich steht die Unterhaltung des Publikums im Vordergrund und die Kamele demonstrieren neben ihrer Stärke vor allem Dressurgeschick, abgerundet wird das Programm durch verschiedene folkloristische Darbietungen.

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