Terralaya Travels
Landschaft See Schamanismus Mongolei
Mongolische Familienzusammenkunft
Yurte Unterkunft Karakorum Mongolei
Landschaft Wüste Gobi im Sommer
Karakorum Mönch Lama Kloster Erdene Zuu Mongolei
indianortheast.com Glimpsesindianortheast.com Glimpses
indianortheast.com Glimpsesindianortheast.com Glimpses
indianortheast.com Glimpsesindianortheast.com Glimpses
indianortheast.com Glimpsesindianortheast.com Glimpses
indianortheast.com Glimpsesindianortheast.com Glimpses
indianortheast.com Glimpsesindianortheast.com Glimpses

Weite Steppen, galoppierende Pferde und tiefe Gesänge

Beste Reisezeit | Die Mongolei in Kürze | Völker und Religionen | Nahrung | Tier- und Pflanzenwelt | Nationalparks & Naturreservate | Geschichte | Wirtschaft | Festtagskalender

In der Mongolei, mit einer Fläche von über 1,5 Millionen km² der zweitgrößte Binnenstaat unserer Erde, leben heute nur etwa 2,9 Millionen Einwohner, ein Drittel davon in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Eingeschlossen von der Volksrepublik China und Russland besteht die Mongolei zum großen Teil aus Hochgebirgszügen und trockenen Hochebenen, denn auch wenn viele Gletscher im Staatsgebiet liegen und rund 1200 Flüsse das Land durchschneiden, so transportieren sie das Wasser doch vor allem in die umliegenden Gebiete ab. 

Besuchen Sie mit uns ein Volk, das unter Dschingis Khan einst das größte zusammenhängende Reich der Welt erschuf und dessen Menschen noch heute überwiegend in der althergebrachten Nomadenkultur leben und den Buddhismus und Schamanismus ihrer Väter praktizieren. Über schier endlose Steppen, unter unendlichem, blauem Himmel ziehen sie mit ihren Familien und ihrem Vieh, immer auf der Suche nach frischem Weideland. Hier in der Mongolei verbindet sich beeindruckende Naturschönheit mit traditioneller Lebensweise, sie birgt viel für uns Fremdartiges und Faszinierendes für Kulturinteressierte als auch für Naturliebhaber. Für Pferdefreunde bietet die Mongolei die einzigartige Chance der Begegnung mit dem Przewalski-Wildpferd in seinem ursprünglichen Lebensraum, auch wenn die Bestände aufgrund des extrem scheuen Charakters der Tiere stark zurückgegangen sind und sie fast nur noch auf dem Gebiet des Hustain Nationalparks angetroffen werden. Ob Sie ihren Urlaub in der Mongolei dabei gern auf dem Rücken der Pferde verbringen und mit einer Nomadengruppe ziehend an einem Reit-Trekking teilnehmen oder ob Sie das Land in bequemen Fahrzeugen durchstreifen, im Hotel oder authentisch in gut ausgestatteten Jurten übernachten, bleibt dabei selbstverständlich ihrer persönlichen Vorliebe überlassen. Wir helfen mit individueller Beratung dabei, dass Ihre Brücke nach Zentralasien, Ihre Brücke in die Mongolei, genau so gestaltet wird, dass diese Reise für Sie das optimale Erlebnis bietet. Lassen Sie sich beeindrucken von den singenden Dünen in der Wüste Gobi, baden Sie in natürlichen Thermalquellen, bestaunen Sie Felsenmalereien aus der Bronzezeit und spüren Sie die uralte Kraft der Wildheit in den Menschen und der Landschaft hautnah – erleben Sie die Mongolei!

Beste Reisezeit 

Die Mongolei bereisen Sie am angenehmsten in der Zeit von Mai bis Oktober, auch je nach Region sind die Empfehlungen leicht unterschiedlich. Wer sich viel innerhalb der Wüste Gobi bewegen möchte, sollte die heißesten Sommermonate Juni, Juli und August meiden, hier steigen die Temperaturen teilweise auf +40 °C. Der Winter, der von November bis April für Schneefall sorgen kann, wird extrem kalt und unangenehm durch die starken Winde und ist als Reisezeit definitiv nicht zu empfehlen.

Die Mongolei in Kürze

Lage Die Mongolei liegt im Herzen Zentralasiens. Im Norden grenzt sie an Russland, im Osten, Süden und Westen an die Volksrepublik China.
Fläche  1.564.116 km²
Bevölkerung  2.953.190/ 1,9 pro km² (2014)
Hauptstadt  Ulaanbaatar
Distrikte 21 Aimags (Provinzen), die wiederum in 331 Sum (Landkreise)unterteilt werden. Ulaabaatar bildet eine zusätzliche Verwaltungseinheit neben: Bajan-Ölgii, Uws, Chowd, Zawachan, Gobi-Altai, Chöwsgöl, Archangai, Bajanchongor, Bulgan, Orchon, Öwörchangai, Ömnö-Gobi, Dund-Gobi, Töw, Selenge, Darchan-Uul, Chentii, Gobi-Sümber, Dorno-Gobi, Dornod und Süchbataar.
Topografie Die Mongolei ist ein weitläufiges Hochland mit einer Durchschnittshöhe von ca.1580 m ü. NHN, 80 % des Territoriums liegen über 1000 m ü. NHN. Im Westen, Norden und Südosten liegen Hochgebirgszüge (Altai),der höchste Gipfel, der Chüiten, erreicht eine Höhe von 4374 m. Im Zentrum des Landes liegen das Changai- und das Chentil-Gebirge, im Süden und Osten dominieren trockene Hochebenen (Gobi).
Vegetation Die Flora der Mongolei ist vielfältig, ca.2500 Pflanzenarten sind bekannt. Im Norden liegen noch einige ausgedehnte Nadelwälder, mit zunehmender Trockenheit wird die Vegetation Richtung Süden allerdings kleinwüchsiger und geht in ausgedehnte Grasländer über. In den Hochgebirgen findet sich typisch alpine Vegetation, darunter Edelweiß, Enzian und Türkenbund-Lilien.
Tierwelt Die Fauna bietet einige Superlative, darunter Populationen weltweit ganz seltener Wildarten wie Schneeleoparden,Wildkamele oder die Wüstenbären „Mazaalai“ in der Gobi,ebenfalls hervorzuheben ist das Przewalski Wildpferd. Ansonsten sind die verbreiteten Säugetierarten angepasst an ihre Umgebung eher klein: Wolf, Wildziegen und Gazellen, Murmeltier und Springmäuse. Außerdem leben hier relativ viele verschiedene Vogelarten: Kraniche, Bussarde, Steppen-Adler und verschiedene Hühnervögel.
Klima Die Mongolei ist ein Binnenland mit nach Süden hin zunehmend trockenem Kontinentalklima. Außerdem gehört die Mongolei zu den sonnenreichsten Ländern der nördlichen Hemisphäre, mit jährlich ca. 260 Sonnentagen. Die Sommer sind angenehm warm, die Winter sehr kalt.
Temperaturen Die Sommertemperaturen liegen nachts zwischen 10 °C und 15 °C, am Tag werden bis zu 32 °C erreicht. Im Winter wird es sehr kalt, die Tageshöchstwerte liegen zwischen -15 °C und -25 °C, nachts kann es bis -35 °C kalt werden.
Niederschlag Pro Jahr nur ca. 233 mm. Im August muss in der Region um Hovsgol im Nordosten des Landes mit etwas anhaltenderem Regen gerechnet werden.
Sprachen Amtssprache ist Mongolisch. Etwa 85 % der Mongolen sprechen Chalcha-Mongolisch als Muttersprache, rund 8 % sprechen einen westmongolischen, 5 % einen kasachischen (türkischen) Dialekt. Ferner Russisch, Chinesisch, Ewenkisch, Tuwinisch, Uigurisch. In den Schulen wird als erste Fremdsprache seit 2005 Englisch gelehrt.
Ethnien Chalch-Mongolen (ca. 85 %), Kasachen (ca. 5 %), weiter Dörwöd, Bajad, Burjaten, Dariganga, Zachtschin und Urianchai.
Religionen Der Buddhismus, dem fast alle Mongolen angehören, ist hier stark durchsetzt von schamanistischen Elementen. Die Minderheit von 5 % Kasachen ist überwiegend dem Islam zugehörig.
Wirtschaft Ein großer Teil der Menschen in der Mongolei ist in der Viehzucht tätig, 5 (heilige) Tierarten werden vor allem traditionell gezüchtet: Schafe, Ziegen, Kühe, Pferde und Kamele. Ackerbau ist aufgrund der kargen Böden nur stark eingeschränkt möglich, es gedeihen ein wenig Weizen, Hirse und Roggen. Zunehmende Bedeutung erlangt der Bergbau Abbau von Kupfer, Gold, Steinkohle und vielen anderen Mineralien. Hauptexportgüter sindheute schon die geförderten Erze und Mineralien, außerdem Rohstoffe tierischer Herkunft.
Anreise Flug nach Ulaanbaatar via Berlin, Frankfurt am Main, Moskau, Beijing, Seoul, Tokio/Osaka.Anreise per Zug via Moskau mit der Transsibirischen Eisenbahn oder von Beijing nach Ulaanbaatar.
Visa / Einreisebewilligung Für die Einreise in die Mongolei werden Reisepass und Visum benötigt.
Impfempfehlungen Neben dem üblichen Impfschutz werden Impfungen gegen Hepatitis, Enzephalitis (FSME), Typhus und Tollwut empfohlen.

Völker und Religionen

In der Mongolei leben im Durchschnitt nicht einmal zwei Personen pro km², so wenige, wie kaum irgendwo sonst auf der Welt. Das Land ist die Heimat mehrerer ethnischen Gruppen mit eigenen kulturellen Eigenheiten, die Mehrheit der Bevölkerung besteht jedoch aus Mongolen, die hier schon seit der Frühgeschichte siedeln. Allerdings unterscheidet sich ihre Sprache in lokalen Dialekten so stark, dass sie wiederum als eigene Sprachen betrachtet werden müssen. Das betrifft die Sprache der Burjaten im Norden, jene der Mongolen in Dornod, Chentij, Selenge und in Dagur. Auch das Darigana ist ein besonderer Dialekt, der aber noch als "Mongolisch" im engeren Sinne verstanden wird. Die mongolischen Völker im Westen weichen noch stärker von der Grundsprache ab: hier finden sich die Oiraten und die Darchad, die sich auch kulturell stark unterscheiden. Sie sprechen westmongolische Sprachen, während das Chalcha mit einigen in China gesprochenen mongolischen Sprachen als Ostmongolisch zusammengefasst wird. Außer den mongolischen Völkern gibt es eine kleine Minderheit von Ewenken im Norden und Westen. Dazu kommen eine Reihe eingewanderter, turksprachiger Völker wie die Tuwiner und Uiguren. Verwandt mit den Tuwinern sind die Urianchai und die Zaatan, die jedoch mittlerweile mongolische Dialekte angenommen haben. Eine besondere Rolle haben die turksprachigen Kasachen. Sie leben isoliert von der mongolischen Gesellschaft und sprechen kein Mongolisch,sie orientieren sich nach Kasachstan, von wo sie vor etwa hundert Jahren in ihr heutiges Siedlungsgebiet im äußersten Westen der Mongolei ausgewandert sind. In den 1990er Jahren, nach Auflösung der Sowjetunion, sind viele dieser Menschen wieder nach Kasachstan zurückgekehrt, manche allerdings nur für kurze Zeit. Wie die Uiguren gehören sie der Minderheit der Muslime an, während die meisten anderen Völker lamaistische Buddhisten oder Schamanisten sind. Es gibt auch eine kleine chinesische und russische Minderheit.Die Mongolen waren bis ins 15./16. Jahrhundert überwiegend Schamanisten und praktizierten die Rituale des Tengrismus, danach sollte durch äußere Einflüsse der lamaistische Buddhismus durchgesetzt werden und es entstand eine relativ breite Schicht von Mönchen, die Tibetisch und Sanskrit bzw. Pali lernten. Mit Ausnahme der kommunistischen Zeit, in der jede Form der Religionsausübung offiziell verboten war, ist der Buddhismus bis heute die vorherrschende Religion, auch wenn er so stark von schamanistischen Strömungen durchzogen ist, dass Wissenschaftler kaum in der Lage sind die vorherrschende Religion zu bestimmen.

Nahrung

Bei den Mongolen ist die wichtigste und reichhaltigste Mahlzeit das Frühstück, gefolgt vom Mittagessen bei dem ebenfalls noch reichlich aufgetischt wird. Der Hauptteil eines Essens besteht dabei immer aus Fleisch, verbreitete Gemüse sind Zwiebeln, Knoblauch, Rüben und Kohl. Als Beilagen serviert werden oft Reis oder auch Milchprodukte. Eines der am häufigsten zubereiteten Rezepte sind die sogenannten „Buuz“. Für diese gefüllten Teigtaschen benötigt man – natürlich – Fleisch, welches mit Salz und Pfeffer, Zwiebel und Knoblauch gewürzt und dann in eine kleine, nur aus Mehl und Wasser hergestellte Teigtasche gegeben und in Dampf gegart wird. Auch Khuushuur und Banshbestehen aus den gleichen Zutaten, variieren allerdings in der Größe und werden frittiert bzw. gekocht. Da in der Mongolei besonders gern fettes Hammelfleisch verwendet wird, bekommen die Buuz davon einen intensiven Geschmack. Getrunken wird Tee mit Milch, vergorene Stutenmilch und ein aus gegorener Stutenmilch hergestelltes alkoholisches Getränk. Für den europäischen Gaumen ist die Ernährung der Mongolen aufgrund des hohen Fettgehalts des Fleisches ein wenig gewöhnungsbedürftig, auch Gemüse und Obst dürfte man schnell vermissen. Zum Glück ist alles in den größeren Orten ausreichend erhältlich und viele auch Hotels haben sich der westlichen Küche angepasst.

Tier- und Pflanzenwelt

Die Tier- und Pflanzenwelt der Mongolei ist trotz der kargen klimatischen Bedingungen erstaunlich vielfältig. Im Norden des Landes fällt am meisten Niederschlag und hier gedeihen weitläufige Nadelwälder aus sibirischer Lärche (Larixsibirica), Kiefern, Fichten und sibirischen Tannen (Abiessibirica), die von einzelnen Birken gesprenkelt sind und von Wölfen, verschiedenen Hirscharten, Luchs, Fuchs und Bieber, Mardern und Hasen sowie einigen Eichhörnchen bevölkert werden.Auch findet sich hier typisch alpine Vegetation mit Enzian, Edelweiß und anderen niedrigen, blühenden Kräutern. In den angrenzenden Grasländern, deren Weite nur ab und an von einem kleinen Wäldchen oder einer Gruppe von niedrigen Büschen unterbrochen wird, ziehen Herden von Bisons, Wisenten, Yaks, Schafen und Ziegen umher – teils als Wildbestand, teils als domestizierte Herde. Je weiter man nach Süden vordringt, desto niedriger wird die Vegetation und eine unendlich scheinende Steppenlandschaft öffnen sich, denn für größere Pflanzen fällt hier nicht mehr genug Niederschlag. Schließlich geht die Vegetation noch weiter zurück und die Trockenheit der (Halb-) Wüste Gobi lässt nur noch wenige Gräser und ganz spärliche Büsche gedeihen. Bis hierher wagen sich dann auch nur noch wenige Tierherden, hier sind vor allen Dingen die domestizierten Gruppen anzutreffen, die gezielt hierher geführt wurden. Leider gefährdet die intensive Viehhaltung insbesondere von Kaschmirziegen den Fortbestand der Grasländer erheblich. Allerdings leben in der Wüste Gobi einige der seltensten Tiere unserer Erde, wie zum Beispiel der Schneeleopard, der Gobibär „Mazaalai“ (Ursusarctosisabellinus), ein kleiner Verwandter des Braunbären, und viele verschiedene Vögel wie Schwanengans, Krickente, Schneeammer, Höckerschwan und Schneeeulen,  die hier teils ihr Winterlager finden. Des weiteren leben in den Gewässern der Mongolei viele verschiedene Fischarten, hier ist als seltenstes Exemplar wohl der Baikal-Stör zu nennen.

Nationalparks & Naturreservate

Die Mongolei hat zahlreiche Nationalparks und Naturreservate eingerichtet. Besonders interessant sind die Wüste Gobi, die ostmongolische Steppe und das nordwestmongolische Hochgebirge.

Gobi Gurvansaikhan National Park
Dieser Park im Süden der Mongolei wurde im Jahr 1993 gegründet. Er liegt im Norden der Wüste Gobi und ist mit seinen 27 000 km² der größte Nationalpark der Mongolei. Die östliche Hälfte des Parks liegt in den Gurvansaikhan-Bergen,in höher gelegenen Gebieten dominiert die Steppe mit seltenen Pflanzen und Tieren wie den Schneelöwen und dem Gobi-Kamel. Die Sanddünen Khongoryn Els (singender Sand) sind ebenso beliebte Attraktionen wie das Tal Yolyn Am mit seinem weitläufigen Eisfeld, das man fast das ganze Jahr bewundern kann.

Gorkhi-Terelj National Park
Dieser bekannte Nationalpark mit über 250 Vogelarten liegt unweit der Hauptstadt. Attraktionen sind der 20 m tiefer Gletschersee KhagiinKhar, die Yestii-Thermalquellen und ein buddhistisches Kloster.

Lake Khövsgöl Nationalpark
Der zwischen der zentralasiatischen Steppe und der sibirischen Taiga gelegene Khövsgöl ist einer von weltweit nur 17 Seen, die älter als 2 Millionen Jahre alt sind. Er ist das größte Trinkwasserreservoir des Landes. Daneben bietet der Park Lebensraum für viele Wildtiere vom Ibex, Argali, Elch, Wolf und Moschusochse bis zum Braunbär.

Khan KhentiiStrictlyProtected Area
Der kaum von Touristen besuchte Park in der Provinz Khentii grenzt an die sibirische Taiga und eignet sich ideal für Pferdetrekking in der Schönheit wirklich unberührter Natur.

Geschichte

In der Vorzeit, vor etwa 500.000 Jahren, herrschte im Gebiet der heutigen Mongolei ein sehr angenehmes Klima, das fruchtbare Böden, weitläufige Wälder und eine belebte (Säuge-) Tierwelt hervorbrachte. Bereits aus dieser Zeit stammen Funde einfachster Werkzeuge, die den allerersten Vorfahren des Homo Sapiens zugeordnet werden. Seit dieser Zeit ist der Landstrich kontinuierlich besiedelt worden, auch wenn mit der Eiszeit und tektonischen Veränderungen ein weitaus raueres Klima Einzug hielt. Kriegerische Völker siedelten hier und provozierte den chinesischen Kaiser Qin Shihuangdi im 7. Jahrhundert v. Chr. zur Errichtung der chinesischen Mauer. Weltberühmt machte die Mongolei dann vor allem ein Name: Dschingis Kahn (ursprünglich: Temüüdschin – der Schmied). Der berühmte Feldherr einte um 1200 die mongolischen Stämme und führte sie zum Sieg gegen mehrere benachbarte Völker. Nach der Ernennung zum Großkhan aller Mongolen begann Dschingis Kahn mit der Eroberung weiterer Gebiete, im Osten drang er bis an das Japanische Meer und im Westen bis zum Kaspischen Meer vor. Um das so entstandene Großreich zu verwalten ließ er eine eigene Schrift entwickeln und setzte verbindliche, schriftliche Gesetze durch. Seine Regierung war der Anfang der mongolischen Ära, welche bis ins 17. Jahrhundert andauerte. Dann allerdings ging das Reich unter der mandschurischen Herrschaft ein, die damals den Kaiser von China stellte; es bestand mehrere Jahrhunderte lang ein deutlicher, chinesischer Einfluss. Es gab viele chinesische Einwanderer und einige Mongolen eigneten sich die chinesische Sprache an. Die Mongolei geriet nun für rund 200 Jahre mehr oder minder in Vergessenheit. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewannen die Mongolen ihre Unabhängigkeit von der Mandschu-Dynastie. Danach war die Mongolei ab 1921 Satellitenstaat der Sowjetunion.1990 kam die demokratische Wende, seither ist die Mongolei eine demokratische Republik mit westlicher geprägter Marktwirtschaft.

Wirtschaft

Die Mongolei hatte wirtschaftlich große Schwierigkeiten, sich an die Herausforderungen der freien Marktwirtschaft anzupassen. Etwa ein Drittel der Bevölkerung arbeitet bis heute in der Landwirtschaft, wobei die kargen Böden eigentlich nur Viehzucht zulassen und nur sehr wenig Ackerbau betrieben werden kann. Mit der Viehwirtschaft (Schafe, Ziegen, Yak, Pferde und Kamele) werden heute etwa 20 % des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, die Feldfrüchte spielen eine untergeordnete Rolle. Ökologisch betrachtet ist der wirtschaftliche Kampf allerdings schädlich für die Natur des Landes: der hohen Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke setzt nur die Weite des Himmels etwas entgegen, viele Baumbestände wurden für den Eigenbedarf abgeholzt und die Überweidung der Grasländer hat gravierende Folgen für das Ökosystem. Erst in den letzten zehn Jahren ist das Bewusstsein für diese Probleme in der Mongolei gestiegen und es wurden entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen, die zum Glück einen großen Teil natürlicher Lebensräume erhalten und sichern konnten. Eine Stabilisierung der geschäftlichen Lage in der Mongolei konnte schließlich durch eine Ausweitung der Bergbautätigkeiten erreicht werden. Die Mongolei verfügt über große Vorkommen der immer wichtiger werdenden Metalle Gold, Kupfer, Zink, Nickel und Molybdän und kann bei stabilen Preisen gute Exporterlöse erzielen.

Festtagskalender

Das sicherlich wichtigste Fest der Mongolei sind die Nationalfeiertage Naadam, die jährlich vom 11. bis 13. Juli stattfinden. In diesen Tagen finden überall im Land Wettkämpfe statt, bei denen sich die Männer im Kampf und beim Bogenschießen messen und ihre Pferde in verschiedenen Rennen gegeneinander antreten lassen. Einen Ausgleich hierzu bilden der internationale Frauentag am 8. März und der Mutter- und Kindtag am 1. Juni. Der 26. November ist der mongolische Unabhängigkeitstag, dieser wird dann insgesamt etwas ruhiger begangen. Andere wichtige Feste richten sich nach dem Mondkalender, allem voran das Tsagaan-Sar, das Mond-Neujahr, welches im Januar oder Februar stattfindet. Auf Wunsch integrieren wir gern bestimmte Feiertage der Mongolei in ihr Reise-Zeitfenster – rufen Sie uns einfach an und wir planen nach ihren Interessen!

Page Tags Tags: Mongolei, Steppen, Nantionalparks, Reisen, Yurte, Nomaden, Schamanen, Reisen, Mystikreisen, Pferdetrekking