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Nepal – Vielfalt zwischen Himmel und Erde

Beste Reisezeit | Nepal in Kürze | Völker und Religionen | Nahrung | Tier- und Pflanzenwelt | Nationalparks und Naturreservate | Geschichte | Wirtschaft | Festtagskalender 

Mit knapp unter 150.000 km² Grundflächeim südlichen Himalaya gelegen ist die demokratische Bundesrepublik Nepal natürlich nicht das größte, aber tatsächlich das zweithöchste Land unserer Welt. Als auf der Weltkarte schmal erscheinender Landstrich, eingebettet zwischen Indien und Tibet, begeistert Nepal nicht nur Bergsteiger mit dem höchsten Berg der Erde, dem Mount Everest, sondern bis in subtropische Gefilde mit unzähligen weiteren landschaftlichen Schönheiten,einerfür die verhältnismäßig geringe Ausdehnung erstaunlich breiten Flora und Fauna, seinen liebenswert-freundlichen Bewohnern und einer überraschenden Vielfalt an Kulturen, Völkern und Religionen.Eine beliebte Art das Land zu entdecken, ist seit jeher: zu Fuß. Hier hat die Reiseform des Trekkings ihren Anfang genommen und das Land ist noch heute eines der weltweit schönsten Reiseziele für alle, die auf diese naturverbundene Art reisen möchten. Ausgedehnte Wanderungen führen von tiefgründigen Tälern hinauf zu den eisigen Gletschern der Himalaya-Riesen – Mount Everest, Kangchenjunga, Lhotse und Annapurna sind wohl die bekanntesten der rund 20 Gipfel über 7000 Metern. Eine Übersicht über mögliche Trekkingrouten finden Sie unter www.yetilaya.com; gern können Sie uns auch kontaktieren und wir stellen das für Sie ganz individuell passende Trekking-Arrangement zusammen.Reisende in Nepal erleben auf engem Raum und hautnah eine erstaunliche landschaftliche und auch ethnische Vielfalt, hier leben auf engem Raum über 100 verschiedene Volksstämme, von denen jeder seinen eigenen Anteil an der gelebten Kultur hat. Als eines der Ursprungsländer des Buddhismus zieht Nepal von jeher auch Reisende an, die auf der Suche nach spirituellen Erfahrungen sind. Wer abschalten möchte, den hektischen Alltag wirklich hinter sich lassen, wird in der eindringlichen Atmosphäre Nepals seinem wahren Selbst näher kommen. Wir beraten Sie gerne zu Rückzugsmöglichkeiten, reisen mit ihnen an Kraftorte und entdecken das buddhistische Kulturerbe. Aber auch die Bequemlichkeit muss in Nepal nicht zu kurz kommen: Unter den zur Auswahl stehenden Unterkünften jeder Preisklasse gibt es eine Vielzahl an Hotels mit sehr hohem Standard. Sie genießen zum Beispiel entspannte Wellness-Tage im Hotel und erleben das Land und seine Menschen in aller Vielfalt auf verschiedenen (Tages-) Ausflügen. Wie wäre es mit einem Helikopterrundflug, der ihnen einen überragenden Blick auf die höchsten Berge der Welt vermittelt? Unser Reisemodul „Klassische Nepal Rundreise “ lässt sich beliebig Ihrem Zeitfenster und Ihren Wünschen anpassen und kann bereits ab einer Person jederzeit durchgeführt werden. Unsere Partner vor Ort sind seit über drei Jahrzehnten bestens auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden eingestellt. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!  

Beste Reisezeit

Eine Reise nach Nepal unternehmen Sie idealerweise in der Zeit unseres Frühjahrs oder unseres Herbstes. Während unseres Frühjahrs ist auch in Nepal Blütezeit, von März bis Mai locken die Rhododendren und Orchideen mit ihrer farbigen, duftenden Pracht und auch Wildbeobachtungen und Safaris sind zu dieser Jahreszeit ideal möglich. Hat Ende September der Monsun das Land verlassen, eignen sich die jetzt angenehmen Temperaturen und die klare Luft wunderbar für Trekkingtouren und da einige Volksfeste in diesen Zeitraum fallen, sind auch herausragende kulturelle Attraktionen gegeben

Ort Jan Feb März Apr Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez
max. / min. Temperaturen in °C
Kathmandu 18/2 20/4 25/7 29/11 30/16 29/19 29/20 29/20 28/19 27/14 23/8 19/3
Pokhara 19/7 21/8 26/12 30/16 30818 30/20 30821 30821 28/21 26/17 23/11 20/8
Durchschnittlicher Niederschlag in mm
Kathmandu 8 17 39 48 90 248 386 285 178 78 6 1
Pokhara 28 23 52 106 310 622 873 805 487 140 5 6

Nepal in Kürze

Lage Oberhalb der westlichen Nordgrenze Indiens, südlich von Tibet (China).
Fläche 147.181 km²
Bevölkerung 26.494.504 Einwohner/ 180 pro km² (2011)
Hauptstadt Kathmandu
Distrikte Fünf geographisch von West nach Ost gerichtete Entwicklungsregionen, 14 Verwaltungszonen, 75 Distrikte.
Topografie Von Süden her aus dem „Terai“der Gangesebenesteil ansteigend ins Mittelland auf bis zu 3000 m ü. NHN, insgesamt das zweithöchstgelegene Land der Erde. Sieben der zehn höchsten Gipfel der Welt liegen im Norden und Osten auf nepalesischem Staatsgebiet.
Vegetation Durch die stark zerklüftete Oberfläche des sich hier aufwerfenden Himalaya-Gebirges finden sich in Nepal auf engem Raum unterschiedlichste Vegetationszonen. Die Gangesebene ist sehr fruchtbar und wird heute immer stärker landwirtschaftlich genutzt. In den höheren Lagen finden sich bis zur Baumgrenze Wälder mit Nadelgehölzen, Eichen, Kastanien und Rhododendren, dann niedrigere, Hochgebirgs-Vegetation. Oft deutliche Unterschiede im Klima und damit im Bewuchs eines nördlichen und südlichen Berghanges.
Tierwelt So vielfältig wie die Flora ist auch die Fauna: über 800 Vogel- und mehr als 500 Schmetterlingsarten bevölkern den Luftraum Nepals. Von subtropischen Säugetierarten wie Elefanten, Nashörnern, Tigern, Bären, Büffeln, Schwarz- und Rotwild sowie unzähligen Affenarten im Terai über subhimalayische Tierwelt mit Leoparden, Panthern, Bären, Murmeltiere, Rot- und Schwarzwild bis hin zu ans Hochgebirge angepasste Schaf- und Ziegenarten scheint die Vielfalt grenzenlos.
Klima In Nepal herrscht überwiegend subtropisches Klima, das selbst in den höheren Gegenden noch für verhältnismäßig milde Temperaturen sorgt. Monsun, mit vielen Niederschlägen und besonders hohen Temperaturen, ist von Juni bis September, die Monate Mai und Oktober stellen Übergangsphasen dar und in den Monaten November bis April ist es trocken und verhältnismäßig kühl.
Temperaturen Verhältnismäßig hohe Temperaturen auch in den höher gelegenen Gegenden, Spitzenwerte bis 40 °C; Temperaturbeispiel Kathmandu (1355 m Ü. NHN): im Jahresverlauf zwischen 10 °C und 24 °C. Pro 100 m Höhenaufstieg muss mit einem Absinken der Temperatur um 0,5 °C bis ein Grad Celsius gerechnet werden.
Niederschlag Geringe Niederschläge von Oktober bis Mai mit durchschnittlich 46 mm/m² pro Monat, Monsunzeit von Juni bis September mit durchschnittlich 229 mm/m² Niederschlag pro Monat. Jahresdurchschnitt etwa 120 mm/m² Niederschlag pro Monat.
Sprachen Amtssprache ist Nepali, Muttersprache von etwa 45 % der Bevölkerung. Fast 12 % der Bevölkerung spricht Maithili, etwa 6 % Bhojpuri, weitere Sprachen sind Tamang, Tharu und Newari. Insgesamt gibt es analog zu den Ethnien rund 125 verschiedene Sprachfamilien.
Ethnien Über 100 indo-arische und tibetisch-birmanische Volksgruppen. Die Zuordnung fällt insbesondere bei indisch-stämmigen Volksgruppen schwer, da ein ausgeprägtes Kastensystem vorliegt und die Zugehörigkeit zur Kaste teils wichtiger als die Ethnie ist. Wichtige Stämme/Kasten sind: Bahun, Chhetri, Newar, Sunwar, Rai, Tharu, Limbu, Gurung, Tamang, Bothia, Thakali und Sherpa.
Religionen Überwiegend Hindus, etwa 13 % Buddhisten sowie 5 % Muslime. Christentum und verschiedene animistische Religionen werden von Minderheiten von weniger als 1 % der Bevölkerung praktiziert.
Wirtschaft Fast 70 % der Bevölkerung arbeitet im Terai in der Landwirtschaft, angebaut werden Reis, Kartoffeln, Mais und Getreide. In höheren Lagen ziehen die Hirten mit ihren Schaf- und Ziegenherden über das Weideland. Auch die verarbeitende Industrie (vor allem Textilwirtschaft, wenig Bergbau) stellt einen Wirtschaftszweig, gefolgt vom Dienstleistungs- und Tourismus-Sektor.
Anreise Per Flugzeug nach Kathmandu oder auf dem Landweg ab Indien, z.B. in Kombination mit Reisemodul „Darjeeling“ oder „Sikkim“, in Kombination mit Inlandflug.
Visa / Einreisebewilligung Personalausweis und Reisepass mit mind. 6 Monaten Gültigkeit über das Reisedatum hinaus, außerdem wird ein Visum benötigt das bei Einreise erhältlich ist. Wir kümmern uns um Trekking- und Sondergenehmigungen, die z.B. zum Besuch von Mustang benötigt werden.
Impfungen Neben dem üblichen Impfschutz werden Impfungen gegen Hepatitis, Typhus, japanische Enzephalitis und Tollwut empfohlen.

Völker und Religionen

Nepal ist ein für die Himalayaregion typischer Vielvölkerstaat, allerdings werden die ursprünglichen Stammesvölker hier zusätzlich stark durch ein Kastensystem strukturiert, welches die Bestimmung einer eindeutigen Zugehörigkeit teilweise stark erschwert. Die Bahun beispielsweise waren ursprünglich „nur“ die Angehörigen der höchsten, der Priester-Kaste, sind heute allerdings als eigenständiger Volksstamm zu betrachten. Ähnlich ist es bei den Newar, einer Kaste die traditionell für die Durchführung von Festen und rituellen Gebräuchen wie Maskentänzen zuständig ist, obgleich sie auch nachweislich die Volksgruppe sind, welche zuerst im Kathmandu-Tal gesiedelt hat. Den Rai, die häufig als Bauern arbeiten, sieht man die gemeinsamen genetischen Wurzeln bis heute an, obwohl sich dieser Stamm heute in viele Untergruppen mit eigenen Dialekten geteilt hat. Der bekannteste, wenn auch beileibe nicht der größte Volksstamm sind aber wohl die Sherpa, ein tibetischer Volksstamm der traditionell dem Buddhismus angehört. Sie stellen nicht nur erfolgreiche Hirten und Viehzüchter, sondern häufig auch Expeditionsbegleiter, was sie in Kombination mit ihrer besonders freundlichen und weltoffenen Art als erstes in Kontakt mit Ausländern gebracht und ihren Namen über die Grenzen getragen hat. Wer im Urlaub Nepal besucht wird feststellen, dass die Gesetze des Kastensystems trotz ihrer offiziellen Aufhebung durch die Legislative im Jahr 1963 überall präsent und den hier lebenden Menschen sehr wichtig sind. Die Ausübung der Religion tritt trotz ihrer Präsenz im Alltag dagegen eher in den Hintergrund, so dass sich innerhalb eines Stammes häufig Angehörige sowohl des Buddhismus als auch des Hinduismus oder des Schamanismus und anderer animistischer Religionen finden, je nach Siedlungsgebiet wiederum in unterschiedlichen Verteilungen. Angehörige des Islam und des Christentums gehören in Nepal zu den Minderheiten und werden ein wenig misstrauisch beäugt, die christlichen Schulen allerdings genießen hohes Ansehen und erfreuen sich eines regen Zulaufs.

Nahrung

Die Bevölkerung Nepals ernährt sich traditionell von Reis(Bhat) und einer nahrhaften, „Dhal“ genannten, dickflüssigen Suppe aus Linsen. Diese gibt es in unterschiedlichen, auch für Europäer sehr ansprechenden Geschmacksrichtungen, welche je nach Region und Tageszeit variieren. Currys mit verschiedenen Gemüsen liefern frische Vitamine, unterwegs wird Gemüse gern als haltbare, sauer eingelegte Variante mitgenommen.Außerdem essen die Nepalesen gern süß und es gibt eine verlockende Vielzahl unterschiedlicher Kekse, Kuchen und anderer Süßspeisen. Beim Trekking in Nepal liefern diese, auch abgepackt erhältlichen Süßwaren oftmals einen leckeren Energieschub. Abzuraten ist allerdings vom Verzehr aller ungekochten und/oder ungeschälten Obst- und Gemüsesorten, so ansprechend das Angebot vor allem im Terai auch sein mag. In Hotels und auch in den meisten Lodges ist das Menüangebot heutzutage ohnehin schon westlichen Standards angepasst und durchaus vielfältig, sodass sich hier der Hunger auf Früchte und frisches Gemüse wunderbar stillen lässt.

Tier- und Pflanzenwelt

Angepasst an die Topographie finden sich in Nepal drei verschiedene Vegetationszonen: im Terai leben im subtropischen Dschungel, der überwiegend aus auch industriell genutzten Salbäumen, Banyanbäumen, Kapokbäumen und Pappelfeigen (auch als Buddhabaum, Pepulbaum, Pipulbaum oder Bodhibaum bekannt) sowie Bambus besteht und von vielen blühenden Schönheiten durchzogen ist, einige wenige große Raubtiere wie der bengalische Tiger, Panther, Fischkatzen und Leoparden, die sich von den hier häufig vorkommenden Hirschen, Wildschweinen, Gaur (die größte lebende Rinderart) und vor allem Affen ernähren. Auch der Lippenbär ist hier anzutreffen und nutzt das  unendlich scheinende Angebot an Insekten um sich energiereich zu versorgen. Vor allem in den Nationalparks in Nepal trifft man auch auf das vom Aussterben bedrohte Panzernashorn und Elefanten, in freier Wildbahn sind diese Tiere allerdings kaum noch anzutreffen. In höheren Lagen, ab etwa 1000 m ü. NHN verändern sich Vegetation und Tierwelt: Kiefern, Kastanien, Erlen, Eichen und vor allem über 500 Arten von Rhododendron bilden weniger dichte Wälder, diemit zunehmender Höhe von Busch- und Grasländern unterbrochen werden. Eine Vielzahl verschiedener, teils bunt blühender Kräuter und Gräser wächst hier, von denen nicht wenige als Arzneipflanze zunehmend Bedeutung erfahren. Hier finden Schwarz- und Rotwild Nahrung und Hirten streifen mit ihren Herden umher. Als Nutztiere in diesen mittleren Höhen für den Ackerbau besonders geschätzt sind die Dzo, eine Kreuzung aus Yak und Hausrind; Esel, Mulis und Pferde tragen schwere Lasten. Bis zum Erreichen der Vegetationsgrenze auf etwa 5000 m ü. NHN werden die Laubbäume zunächst vollständig von Nadelbäumen und schließlich von kargen Büschen abgelöst. Hier lebt vereinzelt noch der Schneeleopard und erlegt einige der Ziegen und Blauschafe, auf Höhen über 3000 m begegnet man dann ab und an auch einer Herde wildlebender Yaks.

Nationalparks und Naturreservate

In den Vorbergen des südlichen Himalaja breitet sich als Teil eines mehr als 2000 km² großen Schutzgebiets der Chitwan Nationalpark aus. In der Vergangenheit haben hier feudale Großwildjäger ihrer Camps errichtet, heute ist der Park UNESCO-Weltkulturerbe und viele bedrohte Tierarten haben nicht nur überlebt, sondern ihre Population wieder um ein Vielfaches vergrößert. Hierzu gehören neben über 500 Vogelarten vor allem Großkatzen wie der bengalische Tiger oder der Leopard, auch riesige Panzernashörner und Elefanten wandern durch das Gelände. Die breite Vielfalt weiterer Säugetierarten, die große Zahl verschiedener Amphibien und Reptilien und nicht zuletzt die schier explodierende Vegetation sorgen in diesem Nationalpark für ein unbeschreibliches Naturerlebnis. Einige der alten Camps wurden nachhaltig modernisiert und bieten Besuchern luxuriösen Komfort und das Wissen, sanft in das wieder intakte Ökosystem integriert zu sein. Auch der Langtang Nationalpark, der im Norden des Landes an der Grenze zu Tibet liegt, lockt mit ganz besonderer Tier- und Pflanzenwelt. Insbesondere die Wälder offenbaren eine einzigartige Vegetationsvielfalt, aber auch seltene Säugetierarten wie die Ghoral- und die Serow-Ziege lassen sich hier beobachten. Ebenfalls an der Grenze zu Tibet erstreckt sich das Gelände des Shey-Phoksundo Nationalparks, auf dessen Entwicklung der WWF in den letzten Jahren ein besonderes Augenmerk gelegt hat da der See Phoksundo nicht nur einen besonders malerischen Anblick bietet, sondern vor allem ein einzigartiges Ökosystem darstellt. Im jüngsten nepalesischen Nationalpark Banke im Süden des Landes setzt sich die Regierung seit 2010 besonders für die Entwicklung des Ökotourismus ein, um die Biodiversität dieses subtropischen Lebensraumes für Tiere und Pflanzen zu erhalten, und den Bewohnern der umliegenden Dörfer eine sinnvolle und nachhaltige Einnahmequelle zu eröffnen.

Geschichte

Archäologische Funde belegen eine Besiedlung des Kathmandu-Tals seit etwa 30.000 vor Christus, auch wenn das Gebiet erstmals im Mittelalter (etwa im 14. Jahrhundert) durch die Newar geeinigt und als Königreich definiert wurde. Im 18. Jahrhundert ergriffen dann die Gorkha gewaltsam die Macht, wobei sie allerdings den Briten und ihrer Ostindien-Kompanie in die Quere kamen und einige Gebiete Nepals abtreten mussten. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts dann verlor der König seine Macht über Nepal und eine mit den Briten verbündete Republik begann sich zu etablieren. Über einige gewalttätige Umwege und zeitweise auch die Rückkehr in die Monarchie definierte sich 2008 die Demokratische Republik Nepal. Vorherrschende Religion ist seit der Antike der Hinduismus, dessen Prägung sich überall im Alltag der Nepalesen zeigt und dessen Kastensystem trotz eines Verbots in den 1960er Jahren das Leben vieler Menschen vorherbestimmt. Insbesondere in den Hochgebirgen, in die früh vor allem aus Tibet stammende Völker eingewandert sind, überwiegt der buddhistische Glaube mit seinen Traditionen und Riten und seiner überaus friedfertigen Lebensweise. Die hinduistische als auch die buddhistische Kultur haben überall im Land architektonische Spuren hinterlassen, die einen Nepal Urlaub kulturell bereichern. In manchem abgelegenen Dorf leben die Menschen heute noch so wie vor vielen 100 Jahren und ermöglichen den direkten Kontakt mit der Geschichte Nepals.

Wirtschaft

Die nepalesische Wirtschaft stützt sich traditionell vor allem auf die Landwirtschaft in der etwa 70 % der Menschen arbeiten. Dabei liefert das Terai mit seinen nährstoffreichen Böden Anbaumöglichkeiten für Reis, Kartoffeln, Mais und andere Getreidearten sowie verschiedene Zitrusfrüchte, die subtropischen Wälder werden für die Holzwirtschaft genutzt. Langsam an Bedeutung für den Export erlangt die Ernte von Arzneipflanzen in höheren Lagen. Ansonsten liefern die eher kargen Böden hier vor allem die Nahrung für Herden von Schafen, Ziegen und Yaks. Der Bergbau ist in Nepal nicht so bedeutend, wie man vielleicht vermuten mag – dafür ist das Terrain zu unwegsam und die Vorkommen an Kalkstein, Braunkohle und Glimmer werden nur geringfügig abgebaut. Verarbeitende Industrie wird von der Regierung Nepals seit einigen Jahren mit Steuervergünstigungen gefördert und setzt sich in den dichter besiedelten Gebieten nach und nach durch. Auch der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der den Dienstleistungssektor bereichert und in dem immer mehr Menschen ein gutes Auskommen finden.

Festtagskalender

In Nepal werden buddhistische und hinduistische Feiertage begangen. Da sich der tibetische Kalender nach dem Mondzyklus und individuellen astrologischen Beobachtungen richtet, werden die meisten Feiertage in Nepal nicht an westlichen, festen Kalendertagen gefeiert sondern variieren von Jahr zu Jahr. Gern beraten wir Sie telefonisch darüber, welche Feste in ihre Reiseplanung integriert werden können und – je nach Interessenschwerpunkt – sollten. Ein beeindruckendes Erlebnis ist der Besuch eines buddhistischen oder hinduistischen Festivals in Nepal auf jeden Fall! 
Nach dem buddhistischen Neujahrsfest Losar, welches im Januar oder Februar stattfindet, ist das Frühlingsfest Saraswati Puja die nächste Gelegenheit für rituelle Feierlichkeiten. Der Göttin Saraswati, der Göttin des Wissens und Lernens, werden an diesem Tag Blumen, Obst und Süßigkeiten geopfert, und da sie auch das Zusammenleben von Paaren wohlwollend beeinflusst, werden an diesem Tag viele Ehen geschlossen. Im Februar oder März schließen sich die Feierlichkeiten zu Ehren des großen, hinduistischen Gottes Shiva an, dem in diesen Tagen ebenfalls viele Opfer gebracht werden. Als nächstes schließt sich das hinduistische Holi-Fest an, das Fest der Farben das auch in Deutschland immer häufiger gefeiert wird. Über den Frühling und Sommer hinweg werden viele weitere Feste gefeiert, die im Zusammenhang stehen mit Opfern für eine gute Ernte und gesunde Tiere. Insbesondere Pferde spielen eine besondere Rolle und treten in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander an; am großen Tag Buddhas im Mai wird so manchem Singvogel die Freiheit geschenkt. Das größte Fest der Hindus, Dashain, findet bunt und fröhlich im Oktober statt, ebenso wie das Maskenfest Mani Rimdu. Das Lichterfest Diwali (auch Tihar) beschließt im November die Feierlichkeiten eines Jahres und die Opfer, die an diesem Tag den Göttern dargebracht werden sollen für eine reiche Ernte sorgen. Ein wunderbarer und ergreifender Anblick sind die Hunderte von Lichtern in den geschmückten Tempeln, Häusern und Gassen in jedem Fall!