Terralaya Travels
Sikkim Landschaft mit Khangchendzonga
Sikkim Tashiding Mani Steinmetz Lama
Gurudongma See Tibetisches Plateau Sikkim
Maskentanz Fest Lamas Phodong Sikkim
Gebetsmühlen Tashiding Sikkim West
Northern Sikkim
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Sikkim, Indien – das Königreich des östlichen Himalaya

Beste Reisezeit für Sikkim | Sikkim in Kürze | Völker und Religionen | Nahrung | Tier- und Pflanzenwelt | Nationalparks und Naturreservate | Geschichte | Wirtschaft

Als märchenhaftes „Shangri-La“ am Fuße des Himalaja nährt Sikkim von jeher unsere Reisesehnsucht. Wer auf der Suche nach buddhistischer Ruhe und Weisheit ist, in die unvergleichliche botanische Vielfalt eintauchen möchte (Sikkim ist der „Biodiversity Hotspot“ dieser Erde) oder die mystische Atmosphäre alter Klöster in sich aufnehmen will, wird im bis 1975 eigenständigen und unabhängigen Königreich am Ziel seiner Wünsche sein.

Das heutige indische Bundesland im Nordosten der Republik, eingebettet zwischen Nepal, Tibet und Bhutan, begeistert durch seine prächtige Bergwelt, sein tibetisch-buddhistisches Kulturerbe und seine Naturschätze. Überall sichtbar sind die Früchte der tiefen buddhistischen Wurzeln, nicht nur in Form alter Klöster (hier herausragend zu benennen die Klöster Rumtek, Pemayangtse und  Tashiding, heilige Stätten die mehr als einen Kurzbesuch wert sind) sondern auch in der wahrhaft von Herzen kommenden Gastfreundschaft der Menschen. Die auf recht kleiner Landfläche sagenhafte Artenvielfalt der Flora und Fauna ist dank der enormen Höhenunterschiede entstanden und einzigartig auf der Welt: umschließen in weiten Teilen des Landes subtropische Wälder mit ihren bunten Orchideen den Menschen, liegt im Norden von Sikkim mit dem 8585 m hohen Mount Kanchenjunga der dritthöchste Berg der Welt, der den Einheimischen als Schutzgott heilig ist. 

Für Sie als Reisende bietet das märchenhafte Land eine Fülle von Möglichkeiten, es ist eine nie versiegende Quelle der Inspiration und der Nahrung für alle Sinne. Ob Sie sich für fremde Kulturen, für Buddhismus, Botanik, Ornithologie, natürliche Heilkräfte, Tee, Bergsteigen, Biken oder Extremsport interessieren oder einfach das Erlebnis Himalaya suchen – Sikkim wird Sie für immer in seinen Bann ziehen. Seit wenigen Jahren erst fördert die indische Regierung den Tourismus in Sikkim und tut dies auf erstaunlich nachhaltige, ökologisch und menschlich optimierte Weise, scheint als eine der ersten Regierungen der Welt die Wichtigkeit des Erhalts der ursprünglichen Umgebung für einen langfristigen Erfolg erkannt und umgesetzt zu haben.

Wenn Sie sich für einen Urlaub in Sikkim interessieren, verlassen Sie sich einfach auf unsere fundierte Erfahrung und Kompetenz in der Organisation und konzentrieren sich gelassen auf das Erleben des Himalaja, auf die einzigartige Klarheit der Berge, die überbordende Vielfalt subtropischer Natur und die sich so gänzlich von unseren unterscheidenden kleinen Alltäglichkeiten, die den gelebten Buddhismus ausmachen. Ihre Erlebnisse werden die von uns erbaute Brücke zwischen den Kulturen weiter festigen.

Beste Reisezeit für Sikkim

Frühling – März bis Anfang Juni 
Der Frühling ist die beste Zeit, um Sikkims vielfältige Blumenpracht zu erleben. Dichte Wälder, farbig dank blühender Rhododendron- und Magnolien-Bäume, zieren die Berghänge und betören mit ihrem süßen Duft. Primeln, Orchideen und Bougainvillea haben Hochsaison. Die Landbevölkerung ist mit der Aussaat und dem Weiden beschäftigt.

Sommer – Mitte Juni bis September
Der Monsun beschert Sikkim heftige Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen von 20 bis 30°C. Die terrassierten Reisfelder werden mit Wasser gefüllt und der Reis bildet Wurzeln. Der Norden wird vom Monsun eher verschont und entfaltet jetzt seine farbenprächtige alpine Flora.

Herbst – Oktober bis Mitte Dezember
Dies ist die beste Wanderzeit: Der Monsun ist vorbei, die Täler sind grün, der Himmel tiefblau. Die Bergsicht ist klar und meistens scheint die Sonne. Der Herbst ist Erntezeit und es finden viele farbenfrohe Feste zu religiösen Anlässen statt. 

Winter – Dezember bis März 
Milde Temperaturen und ein klarer Himmel sind ideale Voraussetzungen für das Wandern in tieferen Höhenlagen. Jetzt werden das sikkimische und das tibetische Neujahr gefeiert; religiöse Tänze und Bogenschießen werden durchgeführt.

Sikkim in Kürze

Lage Im Nordosten Indiens an der Südabdachung des Himalaja. Grenzen zu Nepal im Westen, Tibet im Norden und Nordosten, Bhutan im Südosten und den indischen Bundesstaat Westbengalen im Süden.
Fläche 7096 km²
Bevölkerung 607.688 (2011)/ca. 86 pro km²
Hauptstadt Gangtok
Distrikte 4: Nord, Ost, Süd und West
Topografie Sikkim liegt im Himalaya, mit Höhenunterschieden von mehr als 8200 m. Im Süden reicht das Teesta-Tal bis auf 300 m hinunter, während das Land im Nordwesten bis auf 8598 m (Mt. Kanchenjunga) ansteigt
Vegetation Mehr als 4000 verschiedene Pflanzenarten, darunter 450 Orchideenarten, 300 Farnarten und über 40 Rhododendronarten.
Tierwelt 144 Säugetiere, darunter Schneeleopard, Roter Panda, Schwarzbär, Dschungelkatze, Schakal und Moschustier; über 450 Vogelarten, mehr als 400 Schmetterlingsarten.
Klima Tropische, subtropische, gemäßigte und alpine Regionen. Monsunregen im Sommer. Die Schneegrenze liegt bei etwa 5000 m, die Waldgrenze bei 3700 m.
Temperatur Durchschnittswerte auf 1500 m ü. NHN von April bis September zwischen 18° C und 30 °C, von Oktober bis März zwischen 3° C und 18° C.Tiefste Temperaturen werden im Dezember und Januar erreicht.
Niederschlag In der Gegend um Gangtok fallen ca. 325 cm Niederschlag im Jahr, in Nordsikkim sind es nur 60 cm. Der feuchteste Monat ist der Juli.
Sprachen Nepali, Bhotia, Lepcha, Limbu, Tibetisch, Englisch, Hindi, Bengalisch.
Ethnien Nepalesen (ca. 80%), Lepchas und Bhotias (ca. 20%). Ferner Inder und Tibeter.
Religionen Buddhismus (ca. 29 %), Hinduismus (ca. 62 %), Schamanismus, ChrisZeltum (ca. 7 %). Ferner Moslems (1,4%), Sikhs und Jains.
Wirtschaft Die Wirtschaft Sikkims stützt sich hauptsächlich auf die Landwirtschaft: es werden Mais, Reis, Weizen, Gerste, Buchweizen, Hirse, Kardamom, Tee, Mandarinen und Äpfel angebaut sowie Viehzucht betrieben. Im Süden des Landes gibt es ein wenig verarbeitende Industrie: Brennereien, Brauereien, Gerbereien und Fabriken, in denen Uhren produziert werden sind hier angesiedelt. Der Tourismus entwickelt sich dank der Förderung durch die Regierung ebenfalls zu einem Standbein der Wirtschaft.
Anreise Flug nach Kolkata oder Delhi in Indien. Von dort per Flug (Jet Airways, Indian Airlines, Air Deccan) nach Bagdogra oder von Delhi (ca. 21 Std) oder Kolkata per Zug nach NJP (New Jalpaiguri). Ab Flughafen Bagdogra per Jeep nach Sikkim (130 km, ca. 5 Std) oder ab Bahnhof NJP per Jeep nach Sikkim (124 km, ca. 4,5 Std).
Visa / Einreisebewilligung Für die Einreise nach Indien wird ein Visum benötig. Dazu kommt eine eigene Einreisebewilligung für Sikkim, welche von der indischen Botschaft für 15 Tage auf das Visum gestempelt wird. Bei einem Aufenthalt von mehr als 15 Tagen kann eine Verlängerung auf bis zu 60 Tagen beantragt werden. Für Trekking und den Besuch von Nordsikkim, Tsomgo Lake und anderen geschützten Regionen sind weitere Bewilligungen nötig, die wir organisieren.
Impfungen Neben den Standard-Impfungen wird Impfschutz gegen Hepatitis, Typhus, Tollwut, Meningokokken Meningitis und japanische Enzephalitis empfohlen.

Völker und Religionen

So farbenfroh wie das Land, so offen und warmherzig sind Sikkims Menschen. Sikkim ist mit heute rund 610.000 Einwohnern vor allem im Norden noch immer eher dünn besiedelt, etwa 75 % der Menschen leben in ländlichen Gebieten. Die Ureinwohner hier sind die Lepchas. In ihrer Sprache nennen sie sich „Muntanchi“: die liebevollsten Menschen der Mutter Erde. Die ab dem 9. Jahrhundert aus Tibet eingewanderten Bhotias gelten als Sikkims zweitälteste Volksgruppe. Sie brachten den tibetischen Mahayana-Buddhismus ins Land und schlossen mit den Lepchas einen friedlichen, stabilen Bruderschaftsbund. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wanderten viele Nepalesen nach Sikkim ein, sie brachten unter anderem das Wissen über den Reis- und Kardamomanbau mit und stellen mit über 75 % heute den weit größten Bevölkerungsanteil. Die vielfältige, ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung bringt eine ebensolche religiöse Vielfalt mit sich. Eher im Verborgenen spielt sich der Schamanismus der Lepchas ab, der bereits vor einigen Jahren die Neugierde westlicher Forscher geweckt hat. Viele „neue“ Erkenntnisse unserer Schulmedizin basieren auf dem uralten Wissen über die Heilkraft von Pflanzen, mit denen die Schamanen ihr Volk schon immer geheilt und behütet haben. Bis heute hat sich Sikkim aber auch seine tiefen Wurzeln des tibetischen Buddhismus erhalten, auch wenn die inzwischen am häufigsten praktizierte Religion der Hinduismus ist, den die nepalesischen Einwanderer ins Land gebracht haben. Der Mahayana-Buddhismus ist dennoch lange Zeit Staatsreligion gewesen – heute eine Ehrerbietung an die Stämme der Ureinwohner. Zahlreiche große und sehr alte, bis heute belebte Klöster zieren den Bergstaat und sind für die wenigen westlichen Besucher beliebte Sehenswürdigkeiten und Stätten der Ruhe, gelten den Gläubigen teilweise als heilige Pilgerorte. Auch sind sie immer wieder Veranstaltungsort traditioneller Riten und Volksfeste. Die Mystik der alten Mauern, in rot gehüllte Mönche, flatternde Gebetsfahnen und drehende Gebetsmühlen prägen für Besucher das Bild des Landes.

Nahrung

Auf den terrassierten Feldern Sikkims werden auf einfachste Weise, nur von Hand oder mit Unterstützung durch von Ochsen gezogene Holzpflüge, vor allem Reis, Mais, Kartoffeln und Hirse angebaut. Des Weiteren finden sich Anpflanzungen von verschiedenen Sorten Tees und Gewürzen. Die in den subtropischen Regionen wachsenden Mandarinen, Äpfel, Papaya und Bananen tragen zur Früchtevielfalt von Sikkim bei; schwarzer Kardamom, Tee, Mandarinen und Ingwer gehören zu den Hauptexportgütern. Reis und Dhal, die Suppe aus Hülsenfrüchten, sind Grundnahrungsmittel der Bevölkerung. Außerdem sind tibetische (Reis)Nudel-Gerichte, Fleischtäschchen (Momos) sowie die weitergehende indische und chinesische Küche inzwischen überall verbreitet. Eine Besonderheit der sikkimischen Küche sind historische und äußerst schmackhafte Gerichte aus Brennnesseln, fermentiertem Blattgemüse und Lilien, die Sie sich während einer Rundreise durch Sikkim keinesfalls entgehen lassen sollten.

Tier- und Pflanzenwelt

Sikkim ist ein botanisches Wunderland, dessen geographischer Fächer sich von dauerhaft schneebedeckter Berglandschaft über Bergseen, Flüsse und natürliche Thermalquellen bis in subtropische Niederungen breitet und der eine überbordende Pflanzenvielfalt hervorgebracht hat. Über 500 Baumarten bilden die Misch- und Nadelwälder der subtropischen und der gemäßigten Zonen, ergänzt um Bambus, der hier ebenfalls baumhoch wächst und Farne, die die Böden der Wälder bedecken. Je nach Jahreszeit leuchten ganze Berghänge von den Blüten der Magnolien und Rhododendren oder es strahlen die Einzelblüten der kräftig gefärbten Orchideen durch das Grün. Über 500 Orchideensorten (Cymbidiums, Vandas, Cattlelyas, Dendrobiums, Hooheriana, Farmeri, etc.) wachsen hier, aber auch verschiedene Sorten Aronstab, Azaleen und mehr als 60 Primelarten, von denen einige hier ihren Ursprung haben. Nicht nur an Botanik besonders Interessierte werden von den einzigartigen, kräftig blauen Blüten fasziniert sein, mit denen sich so manche Pflanze wie der Scheinmohn Meconopsis oder der blaue Lerchensporn, Corydalis cashmeriana, schmückt. Ebenso faszinierend ist der Einblick in die Wirkweise von über 600 bekannten Heilpflanzen, von denen immer mehr Auszüge und Wirkstoffe Einzug auch in unsere westliche Medizin halten.
Die Vielfalt der Tierarten in Sikkim ist ebenso groß wie die der Pflanzen und der Landschaften. In den etwas höheren Lagen angesiedelt und für Westeuropäer ungemein faszinierend zu entdecken ist der Schneeleopard. Auf diesen Höhen finden – und hören! – Sie auch verschiedene Schaf- und Ziegenarten, teilweise allerdings als Teil einer domestizierten Herde; auch Yaks werden von den Sherpas geweidet. Der rote Panda, Dschungelkatzen, der Schwarzbär und der Schakal gehören zu den größeren Säugetieren, die in den niedrigeren Lagen und den Wäldern angesiedelt sind. Außerdem erfreuen Ohr und Auge hier etwa 500 verschiedene Vogelarten, deren Namen teilweise bereits ihre märchenhafte Schönheit erahnen lassen: die chinesischen Nachtigallen, Damadrosseln, Nektarvögel, Rußbülbül, Silberohr-Sonnenvögel, Gänsesäger, Schlangenhalsvögel und viele, viele mehr bevölkern Höhen, Wälder und Seen. In den subtropischen Niederungen flattern außerdem noch die bunten Tupfen von mehr als 400 verschiedenen Schmetterlingsarten und bereichern Leben und Farbenvielfalt zusätzlich.

Nationalparks und Naturreservate

Da die Bevölkerung Sikkims trotz der nepalesischen Einwanderungswelle im 19. Jahrhundert und der damals sprunghaft zunehmenden Agrarnutzung von Landfläche nie die Achtung vor Mutter Natur verloren und ihre Schätze sorgsam erschlossen hat, ist es nie nötig gewesen, bestimmte Bereiche unter besonderen Schutz zu stellen. Und so gibt es im Gebiet des Bundesstaats Sikkim bis heute nur einen großen, offiziellen Nationalpark: den Khangchendzönga Nationalpark mit einem Schutzgebiet von 850 km² rund um den namensgebenden, heiligen Berg Khangchendzonga. Hierher führen viele Pilgerwege und den beeindruckenden, dritthöchsten Gipfel der Welt zu sehen gehört sicher zu den herausragenden Erlebnissen auf einer Sikkim Rundreise. Außerdem sind bestimmte Gebiete im Norden des Landes der Nutzung und sogar dem Betreten der hier lebenden Ureinwohner vorbehalten, was Flora und Fauna ebenfalls in ihrer natürlichen, ursprünglichen Vielfalt erhält. Ausländern ist es nur nach Einholung von Sondergenehmigungen gestattet, diese Gebiete zu bereisen – für wahre Naturenthusiasten stellt dies allerdings ein einzigartiges und mit Sicherheit unvergessliches Erlebnis dar. Eine Vielzahl von kleinen Naturreservaten beschützt landesweit bestimmte Populationen und Hotspots der Artenvielfalt.

Geschichte

Als die ersten niedergelassenen Einwohner des heutigen Sikkim muss man das Volk der Lepcha sehen, welche nachweislich bereits im 8. Jahrhundert n. Chr. hier siedelten. Nach und nach strömten dann in Wellen, die oft ausgelöst wurden durch Kriege oder Krankheiten in der Heimat, immer mehr Menschen vom Volk der Bhutia aus Osttibet ins Land. Die beiden Völker lebten im buddhistischen Glauben und installierten schnell ein friedliches Miteinander, einen seit 1642 monarchisch regierten Bund der Blutsbrüderschaft. Seit dem 13. Jahrhundert bereits sah sich Sikkim immer wieder Übergriffen ausländischer Mächte gegenüber, denen es darum ging wichtige Pässe über die nur schwerlich zu überwinden Himalajas zu den ihnen eigenen Territorien zu zählen. Waren dies bis zum Ende des 18. Jahrhunderts vorrangig benachbarte Völker wie Nepal und Tibet, eroberte nun mit den Briten eine weitaus stärkere Partei umliegende Gebiete und rief den ebenfalls übermächtigen Nachbarn im Norden, China, zu erhöhter Wachsamkeit. Mit der eigenen Unabhängigkeit vom britischen Königreich 1947 wollte dann vor allen anderen Indien seine Machtposition stärken. 1953 wurde Sikkim unter indische Verwaltung gestellt, 1975 dann als 22. Bundesstaat der indischen Republik zugefügt. Diese zwar rein politische, in ihrer korrekten Abwicklung jedoch äußerst umstrittene und von z. B. China bis 2003 nicht akzeptierte Übernahme ist der letzte große Machtwechsel, dem sich Sikkims Bevölkerung stellen musste. Die Öffnung des Nathu La - Passes über den Himalaja bedeutete im Jahr 2006 die erste Grenzöffnung zwischen Indien und China und war Anstoß für eine bis heute andauernde weiterführende Öffnung des Landes auch für westliche Reisende.

Wirtschaft

Das wichtigste Standbein der Wirtschaft Sikkims ist heute noch die Landwirtschaft im Süden des Bundesstaats. An terrassierten Berghängen werden die Felder mit Reis und Tee bepflanzt, wo möglich mit Hilfe von Ochsengespannen, meist aber historisch anmutend in langwieriger, anstrengender Arbeit von Hand. Die Schatten der Wälder nutzen die Menschen für den Anbau von Mandarinen, Kardamom und Ingwer, auch kleine Plantagen von Orangen- und Apfelbäumen bezaubern die Luft mit ihrem Duft. Auch die Kultur von Orchideen und anderen Gartenpflanzen stellt einen nicht unbedeutenden Wirtschaftszweig, wie auch die weitergehende Forstwirtschaft. Industrialisierte Weiterverarbeitung findet sich fast ausschließlich in Form von Gerbereien, Brennereien und Brauereien sowie Fertigungsbetrieben für Armbanduhren nahe der Städte Melli und Jorathang im Süden. Außerdem werden in Sikkim in geringer Menge Rohstoffe gefördert, dazu zählen Graphit, Kupfer, Eisen, Glimmer (ein Aluminosilikat für optische Anwendungen und Isoliermaterial), Kohle, Kalkstein und Dolomit. Seit einigen Jahren möchte die indische Regierung das Potenzial des Tourismus in Sikkim fördern und  diesen gezielt ausbauen. Bisher geschieht dies auf lobenswert sanfte und überlegt nachhaltige Weise: die Natur wird erhalten, die Menschen werden eingebunden und als kulturelle Brückenbauer unterstützen wir diesen Prozess gern! Ein Beispiel für die Nachhaltigkeit der Wirtschaftsförderung ist sicherlich auch, dass der steigende Bedarf an Elektrizität vorrangig gedeckt wird durch Wasserkraftwerke, von denen sich noch einige im Bau befinden und in nächster Zukunft nicht nur das inländische Stromnetz stabilisieren werden, sondern Strom auch zu einem weiteren Exportgut avancieren lassen.

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