|
|
Im spektakulären Bergland nahe des Himmels
Umgeben von den mächtigsten Gebirgszügen der Welt in der nördlichsten, nur schwer zugänglichen Provinz Indiens zählt Ladakh zu den höchstgelegenen bewohnten Gebiete der Erde. Die dünn besiedelten, kargen Täler befinden sich auf einer durchschnittlichen Höhe von 3500 m. Eine einzigartige hoch zivilisierte Kultur hat sich hier entwickelt die sich stark von den Lehren des tibetischen Buddhismus geprägt ist. Wie Oasen wirken Ladakh’s schmucke von einem Mosaik grüner Felder umrahmte Bergdörfer in der weiten, spektakulären und kargen Gebirgswüste des Hochplateaus. Auf Bergkuppen dieser mondähnlichen, einsamen und grandiosen Landschaft stehen burgähnliche Klosterdsiedlungen und himmelblaue Seen kontrastieren mit den weissen Gipfeln, weiten Ebenen, hohen Pässen und tiefen Schluchten. Ladakh verfügt wohl neben der Region Spiti in Himachal Pradesh über die spektakulärsten Landschaften des indischen Subkontintents. Ausserdem hat sich das tibetische Kulturerbe in Ladakh bis heute behaupten können. Man findet hier im Gegensatz zu Tibet viele gut erhaltene und rege benutzte Klöster. Die tiefe Verwurzelung im tibetsichen Buddhismus prägen den Geist der liebenswürdigen Ladakhi und drückt sich in der engen Verbundenheit der Menschen mit der Natur aus.
Zahlreiche farbenfrohe Klosterfeste mit Maskentänzen in den Klosterhöfen finden im Herbst und in den Wintermonaten statt und lassen sich in Ihr Kulturreiseprogramm integrieren. Die faszinierende Bergwelt und die erstaundlich vielfältige Vogelwelt erschliesst sich am besten durch ein Trekking. Einblicke in Land und Leute erhalten Sie am besten durch einen Aufenthalt bei einer Gastfamilie.
Beste Reisezeit für Ladakh
Sommer:
Am wärmsten und sonnigsten ist es in Ladakh von Juni bis September. Tagsüber ist es im allgemeinen sonnig und warm (+ 20 bis + 30ºC), abends, im Schatten und auf den Höhen jedoch kühl. Das Klima ist trocken und es ist nur vereinzelt mit Regenfällen zu rechnen. Ende September können bereits erste Schneefälle einsetzen.
Winter:
Ab Ende Oktober bis Ende Mai ist die Anreise teils nur per Flug möglich, nicht aber über Land wegen den verschneiten Pässen. Im Winter können die Temperaturen je nach Höhenlage bis minus 40ºC, in Leh bis minus 30 ºC fallen. Die Kälte fühlt sich aber wegen der extremen Trockenheit und bei angemessener Kleidung nicht so kalt an und Schnee ist in den Tälern selten. Eine Reise nach Ladakh eignet sich im Winter der vielen Klosterfeste wegen die dann fern touristischer Hektik stattfinden.
Ladakh Reiseprogramme
Kulturreisen
- Grosse Ladakh Kulturreise - 18 Tage mit einfachen Wanderungen
Rad-/Bikereise
- Ladakh Bike Abenteuer -
19 Tage mit 10 anspruchsvollen Bike-Etappen
Trekkingreisen
- Trekking in Niederladakh - 12 Tage mit 5-tägigem, einfachem Trekking bis max 3650 m
- Ladakh Markha-Tal Trek -
14 Tage mit 8-tägigem, wenig schwierigem Trekking bis max 5100 m
- Ladakh Spituk – Stok Trek - 8 Tage mit 3-tägigem, wenig schwierigem Trekking bis max 4900 m
- Ladakh Zangskar Trek -
25 Tage mit 19-tägigem, anspruchsvollem Trekking bis max 5090 m
Trekking mit Gipfelbesteigung
Ladakh in Kürze
Lage |
Im nördlichsten Teil Indien’s im Gebiet des tibetischen Plateaus erstreckt sich Ladakh zwischen den Gebirgsketten des tibetischen Himlaja, dem Karakorum und dem oberen Tal des Indus-Flusses. Im Nordosten grenzt Ladakh and Tibet, im Nordwesten an Pakistan, im Westen an weitere Distrikte Kaschmir’s und im Süden and die indischen Bundesstaaten Himachal Pradesch und Punjab. |
Fläche |
Ca. 60'000 m² |
Einwhohner |
Ca. 240'000 – 300’000 |
Hauptstadt |
Leh, 3500 m.ü.M.; ca. 20'000 Einwohner |
Distrikte |
Ladakh ist die grösste Region im indischen Bundesstaat Jammu & Kaschmir und besteht aus den beiden Distrikten Leh und Kargil. Zanskar gehört dem Distrikt Kargil. 1995 wurde der Ladakh Autonomous Hill Development Council (Autonomer Bergentwicklungsrat Ladakh, LAHDC) gegründet als erster Schritt auf dem Weg zu grösserer Selbstbestimmung. Obschon mit umfassenden Vollmachten ausgestattet gewinnt seit 2000 die Idee eines Unionterritoriums Ladakh wieder Auftrieb. |
Topgografie |
Die sich von Südost nach Nordwest ersteckenden Gebirgsketten sind zwischen 5- und 7000 m hoch während sich die Hochtäler auf durchschnittlich 3500 m befinden. Diverse der 4 – 6000 m hohen Pässe sind befahrbar, der höchste unter ihnen ist der Khardong-Pass mit 5604 m. Der höchste Berg Ladakh’s ist mit 6400 m der Kang Yaze.
Aus den zahlreichen zerklüfteten Tälern strömen breite Flüsse der Hauptwasserader Indus zu. Dieser 3200 km lange Fluss entspringt in Tibet, unweit des heiligen Berges Kailash. Der Indus entwässert die gesamte Provinz und wird von einigen wenigen Brücken übespannt. |
Vegetation / Flora |
Ladakh’s Pflanzenwelt ist trotz karger und alpiner Bedingungen nicht zu unterschätzen. Besonders entlang der Bäche und auf den Hochebenen findet man eine ausserordentliche Blumenvielfalt mit Anemonen, Astern, Geranien, Disteln, Blaumohn, Edelweiss, etc. Zu den verbreiteten Sträuchern gehört der Sanddorn, der Wachholder und die wilde Rose. Zahlreiche Gräser, Blumen und Pflanzen, darunter Heilpflanzen die in der tibetischen Naturheilkunde Verwendung finden wachsen in Höhen bis 5000 m. Es gibt zwar in Ladakh kaum Bäume, dafür kommen sie dort, wo sie von der Bevölkerung eingeführt worden sind umso besser zur Geltung: Pappeln, Weiden-, Birken- und Aprikosenbäume zieren die Dörfer und in tieferen Tälern wachsen Apfel- Maulbeer und Baumnussbäume. |
Fauna |
Trotz der extremen klimatischen Bedingungen ist Ladakh Lebensraum für eine grosse Anzahl von Säugetieren, darunter das nahe Nomadensiedlungen of vorkommende Yak, daneben Gemsen, Steinböcke, Wildziegen, Murmeltiere und Blauschafe (Pseudois nayaur). Das Argali oder Riesenwildschaf (Ovis ammon) ist die grösste wilde Schafart und kommt in Ladakh ebenso vor wie die kleinste Schafart, das Ladakh Steppenschaf (Ovis orientalis vignei), auch Urial genannt. Ausserdem kommen z.B. im Hemis Nationalpark die Tibetantilope (Pantholops hodgsonii) und Rothund (Cuon alpinus) vor und im Changthang ganze Rudel des Tibet-Wildesels (Equus kiang).
Sehr selten sind Raubtiere wie der Schwarz- und Braunbär (Urus arctos) und der scheuhe und vom Ausstereben bedrohte Schneeleopard. Häufiger sieht man Wölfe und Füchse.
Zu den interessanten Vogelarten Ladakh’s gehört das Tibetkönigshuhn (Tetraogallus tibetanus), das Himalajakönigshuhn (Tetraogallus himalayensis) sowie diverse Rebhühnerarten. Ausserdem der seltene Schwarzhalskranich (Grus nigricollis), Dohlen, Gänsegeier (Gyps fulvus), Raben und Bartgeier (Gypaetus barbatus) mit ihrer spektakulären Flügelspannweite von 3 m! |
| Klima |
Ladakh liegt im Regenschatten des Monsuns. Die Randgebirge halten die regenbildenden Lufströme ab und es entsteht ein ausgesprochen trockenes, wüstenhaftes Klima mit extremen Temperaturunterschieden und heftigen Winden. Kurze und warme Sommer werden abgelöst durch lange und extrem kalte Winter mit Temperaturen bis unter minus 30º C. Ladakh liegt im Regenschatten des indischen Monsuns wesshalb ein sehr trockenes Klima herrscht. Kurze, trockene Sommer und ausgedehnte aber schneearme, kalte Winter beschreiben die zwei Jahreszeiten. |
| Schneegrenze |
Ca. 5800 m |
| Baumgrenze (der von den Ladakhis eingeführten Bäume) |
Ca. 3500 m |
Temperatur |
Die Jahrestemperaturschwankungen sind sehr hoch. Im Sommer werden bis zu + 35°C Tagestemperatur erreicht. Die Nachttemperaturen sinken jedoch stark ab. Lediglich im Juli und August tritt in den Tälern kein Nachtfrost auf. Im Winter kann die Temperatur in den Siedlungsräumen bis auf – 35°C sinken, wobei sich die Kälte wegen der extremen Trockenheit nicht allzu kalt anfühlt.
Leh, 3500 m: Juni – September: min. + 5ºC bis max. + 30ºC.
Leh: Tagesdurchschnittstemperatur von Juni bis September: 23 ºC |
Niederschlag |
In der Hauptstadt Leh ca. 15 cm pro Jahr. |
Sprachen |
Ladakhi, Zanskari und verschiedene der tibetischen Sprachfamilie angehörende Dialekte; ausserdem verbreitet sind Hindi und Englisch. |
Völker |
Die Ladakhis sind eine Mischung aus zwei Völkern, den indoarischen Darden aus Gilgit (heute Pakistan) und den Tibetern. Die überwiegende Mehrheit der Menschen im Distrikt Leh und in Zangskar im Distrikt Kargil sind Buddhisten. Neben den sesshaften Ladakhis leben in Ladakh auch ladakhi und tibetische Nomaden. |
Alphabetisierung (Leh) |
Männer: 72%; Frauen: 50% |
Religionen |
Leh: Ca. 80 % Buddhisten, ca. 15 % Muslime und ca. 3 % Hindus.
Zangskar: Ca. 95 % Buddhisten, ca. 5 % Muslime.
Der grösste Teil der Ladakhis sind Buddhisten (Zentral- und Ostladakh) während eine Minderheit der Ladakhis dem Shia Islam angehört (Westladakh). Daneben gibt es eine kleine Minderheit Hindus und Christen.
Der christliche Glaube wurde durch Missionare aus Sachsen im 19ten Jahrhunder in Leh eingeführt während der Islam eine lange Tradition hat.
Unter den Buddhisten gehört die Mehrheit dem Mahajana Buddhismus an aber es gibt auch Anhänger des Hinayana-Buddhismus. Alle in Tibet vorkommende Schulen sind auch in Ladakh repräsenteirt und enthalten Elemente der alten tibetishcen Bön Religion. |
Hauptwirtschaftszweig /
Hauptexportgüter |
Die Bevölkerung lebt nach wie vor zum grössten Teil von Subsistenzwirtschaft (Hülsenfrüche, Gerste, Milchprodukte, Wintergemüse).
Ein grosser Stellenwert hat heute als Einnahmequelle der Tourismus.
Neben Handel, internationalem Tourismus und dem Militär als Arbeitgeber, spielen Landwirtschaft und Vieh- und Yakhaltung zur Sicherung des Lebensunterhalts aber nach wie vor die entscheidende Rolle. Terrassenfelder mit raffinierten Bewässerungssystemen ermöglichen den Anbau von Getreide und Gemüse bis in Höhen von 4.500 m. In niederen und geschützten Lagen gedeihen während der kurzen Sommerzeit Aprikosen- und Walnussbäume. |
Visa / Einreisebewilligung |
Flug nach Delhi in Indien.
Von Delhi per Flug (Jet Airways, Indian Airlines) nach Leh.
In den Sommermonaten auf dem Landweg auf abenteuerlichen Strassen von Delhi via Manali über diverse Pässe wie dem Rothang (3980 m), Baralacha (4845 m), Lachalung (5030 m), Taglang (5260 m) und Khardong-(5604 m) nach Leh.
Oder auf dem Landweg auf ebenso abenteuerlicher Route über diverse Pässe von mehr als 4000 m Höhe ab Delhi via Srinagar und Kargil nach Leh. |
Souvenirs |
Pashmina-Schals, Pattu (der traditionelle, rauhe, wärmende Stoff aus Wolle); Körbe, Tangkas (Heiligenbilder nach tibetisch-buddhistischer Tradition), traditionelle Wollschuhe mit Ledersohlen, Gebetsmühlen, Aprikosenkonfitüre, getrocknete Aprikosen, Aprikosenkernelöl, etc. |
|