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Literatur zum Buddhismus

Einführende Literatur für Einsteiger | Westliche wissenschaftliche Interpreten des Buddhismus | Westliche buddhistische Meister

Es ist sehr schwierig, Buchempfehlungen zum Buddhismus im allgemeinen und zum im Himalaja praktizierten tibetischen Buddhismus im besonderen abzugeben. Inzwischen gibt es eine enorm umfangreiche Literatur zum Thema, quer durch alle Schulen und Lehrtraditionen, sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache. Leider erscheinen die oft ganz hervorragenden Schriften meist nur in geringer Auflage und sind nicht selten bereits nach wenigen Monaten wieder vergriffen, um später meist in einem andern Verlag wieder neu aufgelegt zu werden. Ich möchte diesen Teil der Literaturliste daher etwas anders gestalten und vorwiegend Autoren beschreiben und empfehlen. Anhand des Autorennamens wird jede gute Buchhandlung die verfügbaren Titel kurzfristig besorgen können. Besonders empfehlenswerte oder bekannte Werke der genannten Autoren sind Kursiv gesetzt.

Eine weitere gute Informationsquelle sind die vielen Buddhistischen Zentren und Gemeinschaften, die es im Westen gibt. Viele dieser Zentren betreiben eigene Fachbuchhandlungen, die sich allerdings oft auf die eigene Lehrtradition beziehen. Weiter unten sind einige interessante Internetaddressen zum Thema angegeben, auch eine gute Versandbuchhandlung, die sich auf buddhistische Titel spezialisiert hat.

Bitte lassen Sie sich durch die enorme Vielfalt nicht verwirren. Der Buddhismus ist in seiner Struktur sehr undogmatisch und sich seiner Tiefe und Weisheit zu nähern ist eine sehr persönliche und individuelle Angelegenheit. Es gibt eben sehr viele Wege, die zum Ziel führen, denn jeder Suchende wählt seinen eigen. Hier bereits beginnt sich die geheimnisvolle Magie der östliche Lebensweisheit zu entfalten...

Einführende Literatur für Einsteiger

Stephen Batchelor, Buddhismus für Ungläubige ist ein sehr schönes, leicht zu lesendes Büchlein für ungläubige Einsteiger, die sich einen groben Überblick verschaffen möchten.

Für einen undogmatischen Einstieg eignet sich auch das umfangreiche Schrifttum, etwa Dies ist es oder Vom Geist des Zen von Alan Watts. Der wortgewaltige amerikanische Autor und Radiosprecher war einer der ganz grossen Vermittler zwischen östlicher und westlicher Philosophie.

Das gleiche gilt für die grosse Tibetreisende und stets kritische Forscherin Alexandra David-Néel. Ihre sehr umfangreiche Reiseliteratur, Mein Weg durch Himmel und Hölle, ist ist fast ein ‚Muss’ für jeden Reisenden in die Himalajaregion, witzig und ungemein spannend zu lesen. Ihr Büchlein Die geheimen Lehren des Tibetischen Buddhismus gibt einen unvergleichlich kurzen wie tiefen Einblick in die tibetisch-buddhistische Philosophie. Sie hat nicht nur als erste westliche Forscherin Lhasa erreicht, sondern auch viele Jahre in Sikkim gelebt.

Natürlich darf in diesem Zusammenhang auch Heinrich Harrer’s Sieben Jahre in Tibet nicht fehlen, ein Klassiker, der wesentlich besser zu lesen, als der Film mit Brad Pitt anzuschauen ist.

Ein weiterer grossartig gebildeter, westlicher Forscher der alten Schule war Lama Anagarika Govinda, der in Ganthok seinen tibetischen Meister traf und anschliessend viele Jahre Tibet und die Himalajas bereiste. Sein Standartwerk Der Weg der weissen Wolken gibt einen leicht zu lesenden Überblick über die tibetisch-buddhistische Kultur, während seine weiteren Werke, etwa Grundlagen tibetischer Mystik oder Buddhistische Refexionen mehr in die Tiefe gehen. Der deutsche Architekt, Künstler und Religionswissenschaftler hat nicht nur ein sehr umfangreiches Werk hinterlassen, sondern auch den ersten westlichen Buddhistischen Orden gegründet.

Wer gerne einen ganz aussergewöhnlichen tibetischen Roman lesen möchte, dem sei die Biografie des Milarepa. Tibets grosser Yogi wärmstens empfolen, die von W.Y. Evans-Wenzübersetzt wurde. Es ist die höchst ungewöhnliche und spannende Lebensgeschichte von einem der grössten Heiligen Tibets, auch für Einsteiger gut zu lesen. Gleichfalls aus seiner Feder stammt die Übersetzung des im Westen sehr bekannten Termas von Padmasambhava Das Tibetanische Totenbuch.

Natürlich darf in der einführenden Literatur der Dalai Lama nicht fehlen. Obwohl der Friedensnobelpreisträger nur ein einziges Buch wirklich geschrieben hat, Mein Leben und mein Volk, gibt es inzwischen eine unglaubliche Menge an Büchern, die aus mitgeschnittenen Reden entstanden. Dabei ist von Alltgsweisheit, Das Buch der Menschlichkeit, bis zu Universitätsvorlesungen alles vorhanden, was den Leser interessieren mag. Für tiefere Studien sind seine Harvardvorlesungen in Einführung in den Buddhismus besonders zu empfehlen.

Vor Lobsang Rampa mit seinem Das dritte Auge sei dagegen gewarnt. Entgegen seiner Behauptungen ist das Buch keineswegs authentisch, sondern eher ein von einem Engländer erzähltes modernes Märchen.

Westliche wissenschaftliche Interpreten des Buddhismus

Es gibt eine ganze Reihe westlicher Indologen und Tibetologen, die sich eher etwas distanziert mit dem Buddhismus auseinandersetzen. Hier sind etwa der Münchner Professor Michael von Brück mit einem umfangreichen Werk erwähnenswert, Hans Wolfgang Schumann`s Handbuch Buddhismus, oder Der historische Buddha – Leben und Lehre des Gotama, Helmut Uhlig mit Buddha. Die Wege des Erleuchteten, oder Jack Kornfeld Die Lehren Buddhas.

Helmut von Glasenapp, einer der frühen Gelehrten, darf natürlich auch nicht fehlen, etwa mit Die Weisheit des Buddha oder Buddha. Pfad zur Erleuchtung. Ein Buddhistisches Lesebuch.

Das Werk des grossen Tibetologen D.I. Lauf mit Titeln wie Das Erbe Tibets, Eine Ikonographie des tibetischen Buddhismus oderGeheimlehren tibetischer Totenbücher geht dagegen schon ziemlich tief.

Einen sehr guten Überblick über den tibetischen Buddhismus generell und besonders auch für westliche Praktizierende als Nachschlagwerk gut geeignet ist Tibetischer Buddhismus von Karin Brucker/Christian Sohns.

Und natürlich darf unter den westlichen Buddhismus-Gelehrten Edward Conze nicht fehlen, etwa mit seinem Werk Der Buddhismus: Wesen und Entwicklung, oder Eine kurze Geschichte des Buddhismus.

Natürlich gibt es noch viele weitere, hochgebildete westliche Wissenschaftler, Gelehrte und Schriftsteller, die sich mit der Materie befasst haben. Paul Dahlke etwa, G. Grimm, E. Herrigel (Zen in der Kunst des Bogenschiessens), Paul Debes oder H. Oldenberg.

Hermann Hesse, Siddhartha, liess sich vom Buddhismus ebenso inspirieren wie es Arthur Schopenhauer, Martin Heidegger und viele andere Wissenschaftler und Philosophen taten.

Insbesondere in Japan gibt es eine lange, sehr intensive Beschäftigung mit der westlichen Philosophie im Zusammenhang mit dem Buddhismus auf hohem akademischem Niveau. Hier ist vielleicht als Einstieg Kogaku Arifuku mit Deutsche Philosophie und Zen-Buddhismus zu nennen.

Westliche buddhistische Meister

Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe westlicher Autoren und Autorinnen, die von herausragenden östlichen Lehrern über lange Zeiträume ganz hervorragend ausgebildet wurden. Das gilt für alle buddhistischen Traditionen, vor allem auch für den japanischen Zen-Buddhismus. Da im Himalaja aber vorwiegend der tibetische Buddhismus praktiziert wird, möchte ich mich hier auf die Kenner des Vajrayana-Buddhismus beschränken, die heute die erste und zweite Generation westlicher ‚Lamas’ darstellen, die den Buddhismus über viele Jahre aus erster Hand kennen lernen und unter Anleitung praktizieren durften. Oft treten sie als hervorragende Übersetzer in Erscheinung und sind sind häufig auch gefragte Vortragsreisende.

Professor Robert Thurman ist ein solcher, der Vater der Schauspielerin Uma Thurman, der lange Jahre buddh. Mönch war, der erste vom Dalai Lama ordinierte westliche Mönch überhaupt. Seine in westlicher Umgangssprache verfassten Bücher, etwa Revolution von Innen sind sehr lesenswert, sowohl für Einsteiger wie für Fortgeschrittene.

Als ein ganz hervorragender Kenner des Tantra und Dzogchen ist der britische Anthropologe Keith Dowman, der viele klassische Texte übersetzt hat. Für Sikkim- und Bhutanreisende besonders interessant ist sein Werk Der Heilige Narr. Die lästerlichen Gesänge und das wilde Leben des Drukpa Künleg, der den Buddhismus nach Bhutan brachte, sind im Reich des Donnerdrachen Volksgut. Für die Bücher von Keith Dowman ist allerdings schon einiges Wissen über Buddhismus und insbesondere den Vajrayanabuddhismus erforderlich.

Gleiches gilt für den britischen Psychologen und Sozialanthropologen James Low. Sein Werk Aus dem Handgepäck eines tibetischen Yogis (engl. Simply Being)ist mittlerweile ein gesuchter Klassiker. Durch seinen tibetischen Lehrmeister Chhimed Rigdzin Rimpoche, mit dem er 12 Jahre lang bei Siliguri zusammenlebte, hat er eine besondere Beziehung zum Kloster Tashiding in Sikkim.

Als herausragender Kenner und Eingeweihter des tibetischen Buddhismus ist weiter Prof. Jeffrey Hopkins von der University of Virginia zu erwähnen, der zahlreiche tibetische Klassiker ins englische übersetzt hat, von denen etliche, z.B. Tantra in Tibet. Das geheime Mantra des Tsongkhapa, auch in deutsch vorliegen.

Glenn Mullin ist ein weiterer westlicher Meister, der zahlreiche klassische Texte herausgegeben hat, ebenso John Myrdhin Reynolds und Ian A. Baker, der mit Das Herz der Welt  auch einen modernen Reisebericht aus Tibet herausgab, der hochinteressant ist.

Jürgen Manshardt, der lange buddh. Mönch war, hat neben anderen Werken Buddhismus in Tibet veröffentlicht und von Christof Spitz, ebenfalls langjähriger Mönch, der im deutschsprachigen Raum der Tibetischübersetzer des Dalai Lama bei dessen Vortragsreisen ist,  gibt es ebenfalls ein umfangreiches Werk an Fachliteratur zur tibetischen Philosophie.

Dagegen ist das Werk des charismatischen, dänischen Ex-Boxers Ole Nydahl unter buddhistischen Gelehrten höchst umstritten. Obwohl er eine weltweite Fangemeinde hat, werfen ihm viele vor, eine Art westlich-buddhistischer Kult-Sekte gegründet zu haben, ohne als Lehrer wirklich legitimiert zu sein. Nichts desto Trotz wurden viele westliche Menschen von seinem unkonventionellen Stil inspiriert.